Mauerlattich

Lactuca muralis


Gattung (genus)

Lattich / Lactuca

Familie (familia)

Korbblütler / Asteraceae


Diese Art wurde lange Zeit in eine eigene Gattung, Mycelis gestellt, muss aber nach aktueller Lehrmeinung in die Gattung Lactuca integriert werden, und heisst daher jetzt Lactuca muralis.

Synonyme: Mauerlattich,Waldlattich; Mycelis mu­ralisCicerbita muralis

Pflanze kahl; Stängel markig, grün, am Grund manchmal purpurn über­laufen; Laubblätter meist tief fiederteilig (oft fiederschnittig), mit großem, im Umriss meist 3–5-eckigem Endabschnitt, nicht dornig gezähnt, unterseits bläulich-grün; untere und mittlere Stängelblätter deutlich gestielt (Blattstiel ± geflügelt), zumindest die oberen Stängelblätter mit pfeilförmig geöhrtem Grund sitzend; Korbstand locker-rispig; Körbe 5(6)-blütig; Hüllen schmal länglich-walzlich, meist 8–10 mm lang und ca. 1,5 mm breit, 2-reihig; äußere Hüllblätter viel kürzer, eine deutliche Außenhülle bildend; Hüllblattspitze weder schwarz noch abstehend; Krone hellgelb (beim Trocknen manchmal blau werdend); Frucht schwärzlich, kurz geschnäbelt; Fruchtschnabel höchstens 0,3× so lang wie der Fruchtkörper, an der Spitze wulstförmig verbreitert; Pappushaare einreihig, am Grund von einem Borstenkrönchen umgeben. Höhe: 60–80 cm. Hemikryptophyt. (VI)VII–VIII(IX). Edellaubwäl­der, selten auf Mauern und Felsen; Mull- und Moderwurzler; collin–montan; häufig. Wildgemüse (junge Pflanzen).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

Wuchshöhe:

  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 60–80 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Korb/ Körbchen
  • Typ: Rispe/Schirmrispe
  • Infloreszenz wenigblütig

Hülle walzlich

Hülle 2-reihig

äußere Hüllblätter viel kürzer, eine deutliche Außenhülle bildend

Korbstand locker-rispig; Körbe 5(6)-blütig

Hüllen schmal länglich-walzlich, meist 8–10 mm lang und ca 1,5 mm breit, Hüllblattspitze weder schwarz noch abstehend

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Farbe: gelb
  • Blüten zungenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone gelb (beim Trocknen manchmal blau werdend)

Körbe 5(6)-blütig

Zungen hellgelb

Blütensymmetrie:

nur Zungenblüten

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten unterständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter verwachsen

Blütenkelch:

Pappushaare einreihig, am Grund von einem Borstenkrönchen umgeben

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Pflanze kahl

Stängel markig, grün, am Grund manchmal purpurn über­laufen

Laubblätter unterseits bläulich-grün

Wildgemüse (junge Pflanzen)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattform: geteilt, gespalten
  • Blattform: leierförmig (vergrößerter Endabschnitt oder Endblättchen)
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: glauk (blaugrün)
  • Spreitengrund pfeilförmig
  • Pflanze mit Milchsaft

Laubblätter meist tief fiederteilig (oft fiederschnittig), mit großem, im Umriss meist 3–5-eckigem Endabschnitt, nicht dornig gezähnt, unterseits bläulich-grün; untere und mittlere Stängelblätter deutlich gestielt (Blattstiel ± geflügelt), zumindest die oberen Stängelblätter mit pfeilförmig geöhrtem Grund sitzend

Wildgemüse (junge Pflanzen)

Blattstiel:

untere und mittlere Stängelblätter deutlich gestielt (Blattstiel ± geflügelt), zumindest die oberen Stängelblätter mit pfeilförmig geöhrtem Grund sitzend

Rosette:

Frucht:

  • Achäne /Karyopse
  • Pappus: mit Haarpappus
  • mit Fruchtschnabel
  • Farbe: blau oder schwarz

Frucht kurz geschnäbelt

Fruchtschnabel höchstens 0,3× so lang wie der Fruchtkörper, — an der Spitze wulstförmig verbreitert

Frucht schwärzlich; Pappushaare einreihig, am Grund von einem Borstenkrönchen umgeben

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste
  • Felsstandorte

Edellaubwäl­der, selten auf Mauern und Felsen; Mull- und Moderwurzler

Ökologie:

Edellaubwäl­der, selten auf Mauern und Felsen; Mull- und Moderwurzler

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

Edellaubwäl­der, selten auf Mauern und Felsen; Mull- und Moderwurzler

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

(VI)VII–VIII(IX)