Taumel-Lolch

Lolium temulentum

Gattung (genus)

Lolium temulentum agg.

Gattung (genus)

Lolch, Flachschwingel, Goldschwingel / Lolium

Familie (familia)

Süßgräser / Poaceae


Synonyme: Betäubender Lolch, „Turd“ = „Durcht“

Pflanze bläulich-grün; Laubblattspreite 3–12 mm breit, Laubblattscheide meist rau; Ährchen (10)15–25 mm lang; Hüllspelze 10–30 mm lang, rau. Ährchen (10)15–25 mm lang; alle Deckspelzen fast stets lang begrannt; Hüllspelze 7–9-nervig, 15–30 mm lang, die Spitze der obersten Deckspelze erreichend oder (meist) überragend. Höhe: 30–90(100) cm. Therophyt. VI–VIII. Getreideäcker (besonders unter Hafer und Gerste), Ruderalstellen; karbonatliebend; collin–montan; sehr selten. (Alteingebürgert; Mediterran-Westasien). Pflanze durch einen symbiontischen Pilz (Endonidium temulentum) giftig! (weitgehend in ganz Mitteleuropa?) ausge­storben; selten jedoch unbeständig eingeschleppt.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Alteingebürgert

(weitgehend in ganz Mitteleuropa?) ausgestorben; selten jedoch unbeständig eingeschleppt

Verbreitung:

Alteingebürgert; Mediterranraum-Westasien

Gebiet:

im Burgenland ausgestorben

Lebensform:

Wuchsform:

  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • annuell
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 30–90(100) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • windbestäubt (anemophil)

Blütenstand:

  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Spelzen = (meist) trockenhäutige Hochblätter im Ährchen vorhanden (Süß- und Sauergräser)
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)

Ährchen (10)15–25 mm lang; Hüllspelze 10–30 mm lang, rau. —

Alle Deckspelzen fast stets lang begrannt

Hüllspelze 7–9-nervig, die Spitze der obersten Deckspelze erreichend od. (meist) überragend.

Ährchen (10)15–25 mm lang; Hüllspelze 15–30 mm lang

Blütenblätter:

  • Farbe: grünlich
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")

Ährchen (10)15–25 mm lang; Hüllspelze 10–30 mm lang, rau. —

Alle Deckspelzen fast stets lang begrannt

Hüllspelze 7–9-nervig, die Spitze der obersten Deckspelze erreichend od. (meist) überragend

Pflanze bläulich grün

Ährchen (10)15–25 mm lang

Hüllspelze 15–30 mm lang

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 3 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Knoten deutlich erkennbar (Poaceae)
  • Pflanze glauk/bereift
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Laubblattscheide meist rau

Pflanze bläulich grün

Pflanze durch einen symbiontischen Pilz (Endonidium temulentum) giftig!

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: glauk (blaugrün)
  • mit Blatthäutchen (Ligula)
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
  • mit Blattscheide
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite linealisch

Laubblattpreite 3–12 mm breit

Laubblattscheide meist rau

Pflanze bläulich grün

Laubblattspreite 3–12 mm breit

Pflanze durch einen symbiontischen Pilz (Endonidium temulentum) giftig!

Blattstiel:

Frucht:

Pflanze durch einen symbiontischen Pilz (Endonidium temulentum) giftig!

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte

Getreideäcker (besonders unter Hafer u. Gerste), Ruderalstellen; karbonatliebend

im Burgenland ausgestorben

Ökologie:

Getreideäcker (besonders unter Hafer u. Gerste), Ruderalstellen; karbonatliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin - montan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Getreideäcker (besonders unter Hafer u. Gerste), Ruderalstellen; karbonatliebend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August

VI–VIII