Acker-Minze

Mentha arvensis


Gattung (genus)

Minze / Mentha

Familie (familia)

Lippenblütler / Lamiaceae


KSchlund (KRöhre innen) kahl; LB meist breiter als 1 cm; Auslf meist u’ird.; alle 5 KZipfel ≈ gleich (K regelmßg 5-zipfelig, fast S)

Knäuel-TragB LB’artig (wenn auch kleiner als die LB) u. die Knäuel deutl. überragend; Stg oft mit einem LB’Büschel endend; alle SchQ voneinander entfernt (nicht zus.fließend). — LB 4–15 mm lg gestielt, Spreite eifmg bis ellipt.

KZipfelbr-3-eckig, höchstens so lg wie br; KRöhre kaum gefurcht; LB schwach gesägt bis gekerbt, — sehr aromatisch; Blü meist fruchtend; K glockig. H: 15–45 cm. He. VI–X. Vernässungszeiger, Tiefwurzler; coll–mont; hfg. Alle TG. GewürzPf (wegen hohen Pulegongehalts nicht als Tee zu verwenden). Acker-M. / M. arvensis

 

Schlüssel zu den Unterarten:

a LB’Spreite eifmg bis br-ellipt., Grund abgerundet bis gestutzt. — Stg u. LB beiderseits ± dicht behaart. Feuchte, lehmig-tonige, nährst’r, bodensaure Äcker; karbonatmeidend. – [12- bis 16-ploid] Gewöhnliche A.-M. / M. a. subsp. arvensis

–... LB’Spreite ellipt. bis lanz., Grund keilig............................................................................... b

b Stiele der Knäuel-TragB höchstens so lg wie die Knäuel; Pf ± stark behaart. Feucht- u. Nasswiesen; staufeuchte Waldschläge. – [12-ploid] Österreichische A.-M. / M. a. subsp. austriaca

– Stiele der Knäuel-TragB länger als die Knäuel, die unteren fast 2× so lg; Pf schwach behaart. – [12-ploid] Glaskrautblättrige A.-M. / M. a. subsp. parietariifolia

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gewürzpflanze (wegen hohen Pulegongehalts nicht als Tee zu verwenden)

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 15–45 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blüten meist fruchtend

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz vielblütig
  • Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Knäuel-Tragblätter laubblattartig (wenn auch kleiner als die Laubblätter) und die Knäuel deutlich überragend; Stängel oft mit einem Laubblattbüschel endend; alle Scheinquirle voneinander entfernt (nicht zusammenfließend)

 

(subsp. austriaca:) Stiele der Knäuel-Tragblätter höchstens so lang wie die Knäuel;

(subsp. Parietariifolia:) Stiele der Knäuel-Tragblätter länger als die Knäuel, die unteren fast 2× so lang

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Anzahl: 4
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: violett
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Kelchschlund (Kelchröhre innen) kahl

alle fünf Kelchzipfel ≈ gleich (Kelch regelmäßig 5-zipfelig, fast radiär)

Kelchzipfel breit-dreieckig, höchstens so lang wie breit; Kelchröhre kaum gefurcht, Kelch glockig

 

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • unterirdische Ausläufer (dünne, mit Niederblättern besetzte Sprossachsen)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • mit unterirdischen Ausläufern
  • Pflanze behaart
  • Pflanze kahl
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Ausläufer meist unterirdisch

Stängel oft mit einem Laubblattbüschel endend; alle Scheinquirle voneinander entfernt (nicht zusammenfließend)

Laubblätter sehr aromatisch; Blüten meist fruchtend

(subsp. Arvensis:) Stängel und Laubblätter beiderseits ± dicht behaart

(subsp. austriaca:) Pflanze ± stark behaart

(subsp. Parietariifolia:) Pflanze schwach behaart

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite lanzettlich
  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)

Laubblätter meist breiter als 1 cm

Knäuel-Tragblätter laubblattartig (wenn auch kleiner als die Laubblätter) und die Knäuel deutlich überragend

Stängel oft mit einem Laubblattbüschel endend; alle Scheinquirle voneinander entfernt (nicht zusammenfließend)

Laubblätter 4–15 mm lang gestielt, Spreite eiförmig bis elliptisch

Laubblätter schwach gesägt bis gekerbt, sehr aromatisch

 

(subsp. Arvensis:) Laubblattspreite eiförmig bis breit-elliptisch, Grund abgerundet bis gestutzt. — Stängel und Laubblätter beiderseits ± dicht behaart.

(subsp. austriaca:) Laubblattspreite elliptisch bis lanzettlich, Grund keilig; Pflanze ± stark behaart.

(subsp. Parietariifolia:) Laubblattspreite elliptisch bis lanzettlich, Grund keilig; Pflanze schwach behaart

 

Blattstiel:

Laubblätter 4–15 mm lang gestielt

(subsp. Arvensis:) Laubblattspreite eiförmig bis breit-elliptisch, Grund abgerundet bis gestutzt

(subsp. austriaca:) Grund keilig

(subsp. Parietariifolia:) Grund keilig

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht zwei- bis wenigsamig

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Vernässungszeiger, Tiefwurzler

(subsp. Arvensis:) Feuchte, lehmig-tonige, nährstoffreiche, bodensaure Äcker; karbonatmeidend.

(subsp. austriaca:) Feucht- und Nasswiesen; staufeuchte Waldschläge.

 

Ökologie:

  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Vernässungszeiger, Tiefwurzler

(subsp. Arvensis:) Feuchte, lehmig-tonige, nährstoffreiche, bodensaure Äcker; karbonatmeidend.

(subsp. austriaca:) Feucht- und Nasswiesen; staufeuchte Waldschläge.

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

Vernässungszeiger, Tiefwurzler

(subsp. Arvensis:) Feuchte, lehmig-tonige, nährstoffreiche, bodensaure Äcker; karbonatmeidend.

(subsp. austriaca:) Feucht- und Nasswiesen; staufeuchte Waldschläge.

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über unterirdische Ausläufer

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VI–X