Quirl-Minze i.e.S
Mentha x verticillata s.str.
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonym: Wirtel-Minze
Pflanze ohne Zitronengeruch; Laubblätter 5–10 mm lang gestielt; Blütenstiele ± behaart; Kelch röhrig, vom Grund an behaart. Kronschlund mit dichtem Haarkranz; Krone purpurlila, blasspurpurn oder weiß. Nasse Stellen, zeitweilig überflutete, sandige Ufer, Wiesengräben, Auwälder; collin–montan; zerstreut. Sehr variabel. (Hepta- bis 22-ploid.) – (Mentha arvensis × Mentha aquatica).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
siehe Mentha x verticillata agg.
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blüten meist steril
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
Blütenstiele ± behaart
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Anzahl: 4
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: violett
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Krone behaart oder am Rand bewimpert
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Kronschlund mit dichtem Haarkranz
Krone purpurlila, blasspurpurn oder weiß
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
siehe M. ×verticillata agg.
Pflanze ohne Zitronengeruch
Sehr variabel
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: gezähnt
- Blattstellung: Gegenständig
- Spreite eiförmig
- Spreite elliptisch
siehe M. ×verticillata agg.
Pflanze ohne Zitronengeruch
Laubblätter 5–10 mm lang gestielt
Frucht:
- Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
- Frucht zwei- bis wenigsamig
Lebensraum:
- Auwälder
- Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
- Ufer und Röhrichte
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
Nasse Stellen, zeitweilig überflutete, sandige Ufer, Wiesengräben, Auwälder
Ökologie:
- Staunässezeiger/Vernässungszeiger
Nasse Stellen, zeitweilig überflutete, sandige Ufer, Wiesengräben, Auwälder
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–montan
Geologie/Boden:
- Lockere Böden (kiesig, sandig)
Nasse Stellen, zeitweilig überflutete, sandige Ufer, Wiesengräben, Auwälder
Blütezeit:
- 07 - Juli
- 08 - August