Schmalblatt-Vergissmeinnicht

Myosotis stenophylla

Gattung (genus)

Artengruppe Wald-Vergissmeinnicht / Myosotis sylvatica agg.

Gattung (genus)

Vergissmeinnicht / Myosotis

Familie (familia)

Raublattgewächse / Boraginaceae


Synonyme: Serpentin-Vergissmeinnicht; Myosotis „suaveolens“, Myosotis alpestris subsp. stenophylla

Stängel am Grund verzweigt; Grundblätter schmal-eilanzettlich, ca. 5(10) mm breit, spitz; Spreite der Grundrosettenblätter deutlich vom Blattstiel abgesetzt; Stängelblätter lanzettlich bis eilanzettlich bis linealisch, spitz; Blütenstand auffallend locker; Kelchhaare ± angedrückt (dicht seidig), Kelch ohne oder mit nur weni­gen Hakenhaaren, am Grund allmählich in den Blütenstiel überge­hend, sich bei der Reife nicht vom Fruchtstiel trennend; Kronröhre meist kürzer als der Kelch, Kelchzipfel daher durch den flachen Kronsaum umgebogen; Fruchtstiel 4 mm lang, höchstens so lang wie der Kelch; Klausen 2–2,5 mm lang, in der Mitte am breitesten, Spitze stumpf, unter der Spitze nur undeutlich gekielt, am Grund mit quer-länglich-elliptischer Ansatzfläche, die sich seitlich in Grübchen verlängert; Randsaum der Klausen fehlend bis sehr schmal (? mm breit). Höhe: 5–35 cm. Hemikryptophyt. V–VIII. Felsrasen, Trockenra­sen, lichte Föhrenwälder; im Gebiet nur (?) über Serpentin; collin–untermontan; selten. Im Burgenland am Csá­terberg bei Kohfidisch, Große Plischa bei Oberpodgoria, fehlt auf Wenzelanger und Steinstückel (Melzer (1960, 1980)). (Hauptverbreitung: Osteuropa.) Unzureichend erforscht, vielleicht nur Unterart innerhalb Myosotis alpestris.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Unzureichend erforscht, vielleicht nur Unterart innerhalb Myosotis alpestris.

 

Verbreitung:

Hauptverbreitung: Osteuropa

Gebiet:

Im Burgenland am Csá­terberg bei Kohfidisch, Große Plischa bei Oberpodgoria, ​​​​​​​fehlt auf Wenzelanger und Steinstückel (Melzer (1960, 1980))

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Stängel am Grund verzweigt

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 5–35 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
  • Typ: Rispe/Schirmrispe

Blütenstand auffallend locker

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten stieltellerförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: blau
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Verwachsenblättrig mit Schlundschuppen

Kronröhre meist kürzer als der Kelch, Kelchzipfel daher durch den flachen Kronsaum umgebogen

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelch behaart oder bewimpert

Kelchhaare ± angedrückt (dicht seidig), Kelch ohne oder mit nur weni­gen Hakenhaaren, am Grund allmählich in den Blütenstiel überge­hend, sich bei der Reife nicht vom Fruchtstiel trennend

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Seitentriebe abstehend/ ausladend

Stängel am Grund verzweigt

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite lanzettlich
  • Spreite linealisch

Grundblätter schmal-eilanzettlich, ca. 5(10) mm breit, spitz

Spreite der Grundrosettenblätter deutlich vom Blattstiel abgesetzt

Stängelblätter lanzettlich bis eilanzettlich bis linealisch, spitz

Blattstiel:

Spreite der Grundrosettenblätter deutlich vom Blattstiel abgesetzt

Rosette:

Fruchtstand:

Fruchtstiel 4 mm lang, höchstens so lang wie der Kelch

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Klausen 2–2,5 mm lang, in der Mitte am breitesten, Spitze stumpf, unter der Spitze nur undeutlich gekielt, am Grund mit quer-länglich-elliptischer Ansatzfläche, die sich seitlich in Grübchen verlängert; Randsaum der Klausen fehlend bis sehr schmal (? mm breit)

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Felsstandorte
  • Trockenrasen
  • Wälder und Forste

Felsrasen, Trockenra­sen, lichte Föhrenwälder; im Gebiet nur (?) über Serpentin

Im Burgenland am Csá­terberg bei Kohfidisch, Große Plischa bei Oberpodgoria, ​​​​​​​fehlt auf Wenzelanger und Steinstückel 

Ökologie:

  • Lichtliebend (=heliophil)

Felsrasen, Trockenra­sen, lichte Föhrenwälder; im Gebiet nur (?) über Serpentin

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–untermontan

Geologie/Boden:

  • Flachgründige Böden

Felsrasen, Trockenra­sen, lichte Föhrenwälder; im Gebiet nur (?) über Serpentin

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August

V–VIII