Wald-Vergissmeinnicht

Myosotis sylvatica s.str.


Gattung (genus)

Artengruppe Wald-Vergissmeinnicht / Myosotis sylvatica agg.

Gattung (genus)

Vergissmeinnicht / Myosotis

Familie (familia)

Raublattgewächse / Boraginaceae


Grundblätter kurz gestielt, Spreite der Grundrosettenblätter allmäh­lich in den Blattstiel übergehend; Stängelblätter breit-lanzettlichKelch am Grund abgerundet, vom Blütenstiel deutlich abge­setzt, bei der Reife vom Fruchtstiel abbrechend; längste Hakenhaare am Kelch höchstens 0,2 mm lang; Kelch ± locker behaart, neben geraden Haaren stets mit langen, hakig ge­krümmten Haaren; Kelchzipfel linealisch bis schmalhalblanzettlich; Kronröhre so lang oder ein wenig kürzer als der Kelch (daher die Kelchzipfel nicht über­ragend, Kelchzipfel daher nicht umge­bogen); Fruchtstiele mindestens 5 mm lang; Klausen ca. 1,6–1,7 mm lang, unterhalb der Mitte am breitesten, Spitze spitz, unter der Spitze scharf gekielt, am Grund mit kleiner, fast kreisrunder Ansatzfläche, ohne seitlicher Grübchen; Randsaum der Klausen deutlich. Höhe: 15–45 cm. Hemikryptophyt. V–VII. Frische Fettwiesen, Säume, Waldschläge, Hochstaudenfluren; Nährstoffzeiger; submontan–montan; häufig bis zerstreut. Auch als Zierpflanze kultiviert („Garten-Vergissmeinnicht“)  und verwildernd. Wildgemüse.

Anmerkung: var. gayeri (Myosotis sylvatica subsp. gayeri) wird für das burgenländische Serpentingebiet bei Bernstein angegeben, wohl schmalblättrige Ökomorphose (Melzer 1960).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Auch als Zierpflanze kultiviert („Garten-Vergissmeinnicht“)  und verwildernd

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 15–45 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
  • Typ: Rispe/Schirmrispe

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten stieltellerförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: blau
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Verwachsenblättrig mit Schlundschuppen

Kronröhre so lang oder ein wenig kürzer als der Kelch (daher die Kelchzipfel nicht über­ragend, Kelchzipfel daher nicht umge­bogen)

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch behaart oder bewimpert
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Kelch am Grund abgerundet, vom Blütenstiel deutlich abge­setzt, bei der Reife vom Fruchtstiel abbrechend; längste Hakenhaare am Kelch höchstens 0,2 mm lang; Kelch ± locker behaart, neben geraden Haaren stets mit langen, hakig ge­krümmten Haaren

Kelchzipfel linealisch bis schmalhalblanzettlich

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Spreite lanzettlich

Grundblätter kurz gestielt, Spreite der Grundrosettenblätter allmäh­lich in den Blattstiel übergehend

Stängelblätter breit-lanzettlich

Blattstiel:

Grundblätter kurz gestielt, Spreite der Grundrosettenblätter allmäh­lich in den Blattstiel übergehend

Rosette:

Fruchtstand:

Kelch am Grund abgerundet, vom Blütenstiel deutlich abge­setzt, bei der Reife vom Fruchtstiel abbrechend

Fruchtstiele mindestens 5 mm lang

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Klausen ca. 1,6–1,7 mm lang, unterhalb der Mitte am breitesten, Spitze spitz, unter der Spitze scharf gekielt, am Grund mit kleiner, fast kreisrunder Ansatzfläche, ohne seitlicher Grübchen; Randsaum der Klausen deutlich

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren

Frische Fettwiesen, Säume, Waldschläge, Hochstaudenfluren; Nährstoffzeiger

Auch als Zierpflanze kultiviert („Garten-Vergissmeinnicht“)  und verwildernd

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Frische Fettwiesen, Säume, Waldschläge, Hochstaudenfluren; Nährstoffzeiger

Höhenstufen:

  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

submontan–montan

Geologie/Boden:

Frische Fettwiesen, Säume, Waldschläge, Hochstaudenfluren

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

V–VII