Quendel-Sommerwurz

Orobanche alba


Gattung (genus)

Sommerwurz / Orobanche

Familie (familia)

Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae


Synonyme: Weiße Sommerwurz; Orobanche epithymum

Blüten gewürznelkenähnlich duftend; Blütenstand meist nur 10–15-blütig; Kelchhälften meist einfach,voneinander getrennt, bräunlich (farblich von der Krone wenig verschieden), in eine lange, schmale (meist aufwärts gebogene) Spitze ausge­zogen (dadurch vorblattähnlich!), zur Spitze hin deutlich 1–3-nervig; Krone blass (sehr selten weiß!), innen nicht glänzend trüb-blutrot gegen den Saum zu meist purpurn und violett geadert; Mittelzipfel der Kronunterlippe ≈ doppelt so groß wie die Seitenzipfel; Kronoberlippe mit zumindest an ihrem Grund dunklen (violetten bis purpurroten) Drüsen­haaren; Staubfäden 1–3 mm über dem Grund der Kronröhre von dieser abzweigend, nur ganz am Grund drüsenlos behaart, in der Mitte meist kahl, an der Spitze ± stark drüsenhaarig; Narbe nie weißlich oder farblos, in der Regel dunkel (rotbraun bis purpurrot), sehr selten gelb (f. rubiginosa,f. lutescens), Griffel in der Mitte reich drüsenhhaarig. Höhe: (10)20–40 cm. Kurzlebig- Ausdauernd. Geophyt. (V)VI–VII. (Halb­-) Trockenrasen, trockene Wiesen; auf Labiaten, besonders auf Thymus, auch auf Clinopodium s. lat. und Origanum; collin–montan(–alpin), zerstreut bis selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: (10)20–40 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blüten gewürznelkenähnlich duftend

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)

Blütenstand meist nur 10–15-blütig

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: gelb
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: violett
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone weder blau noch violett, höchstens bläulich geadert oder schwach rosa oder lilaüberlaufen; Narbe nie weißlich oder farblos

Krone innen nicht glänzend trüb-blutrot

Kronoberlippe mit zumindest an ihrem Grund dunklen (violetten bis purpurroten) Drüsenhaaren

Kelch farblich von der Krone wenig verschieden

Krone blass (sehr selten weiß!), gegen den Saum zu meist purpurn und violett geadert

Mittelzipfel der Kronunterlippe ≈ doppelt so groß wie die Seitenzipfel

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Narbe nie weißlich oder farblos

Narbe in der Regel dunkel (rotbraun bis purpurrot)

Griffel in der Mitte reich drüsenhhaarig

Narbe sehr selten gelb (f. rubiginosa,f. lutescens)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Staubfäden 1–3 mm über dem Grund der Kronröhre von dieser abzweigend, nur ganz am Grund drüsenlos behaart, in der Mitte meist kahl, an der Spitze ± stark drüsenhaarig

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Kelchhälften meist einfach,voneinander getrennt, bräunlich (farblich von der Krone wenig verschieden), in eine lange, schmale (meist aufwärts gebogene) Spitze ausgezogen (dadurch vorblattähnlich!), zur Spitze hin deutlich 1–3-nervig

Blütenduft:

Blütenduft: kräftig: Gewürznelke, manchmal +Vanille

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Haustorien

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Spreite schuppenförmig

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Halbtrockenrasen
  • Trockenrasen
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

(Halb-) Trockenrasen, trockene Wiesen; auf Labiaten, besonders auf Thymus, auch auf Clinopodium s. lat. und Origanum

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)

(Halb-) Trockenrasen, trockene Wiesen; auf Labiaten, besonders auf Thymus, auch auf Clinopodium s. lat. und Origanum

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan(–alpin)

 

Geologie/Boden:

(Halb-) Trockenrasen, trockene Wiesen; auf Labiaten, besonders auf Thymus, auch auf Clinopodium s. lat. und Origanum

 

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

(V)VI–VII