

Elsass-Sommerwurz
Orobanche alsatica
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae
Ähre stets dichtblütig. — Stg mit meist mehr als 15 SchuppenB; BlüD: schw: Schoko; Kro (15)20–25 mm lg, gelbl., gegen den Saum zu, bes. auf den Nerven, braunviolett. H: 30–70 cm. –H Ge. (VI)VII(VIII). Waldränder, FlaumEiWälder, Wiesensteppen; v. a. auf Cervaria rivini, slt auf Peucedanum alsaticum, Seseli austriacum u. anderen Umbelliferen; coll–mont; slt. B†[1],W, N,St; – LC, TN (s slt); SLO. RL: Ö 3. –[2n = 38]–(O. alsaticas. str., O. cervariae) – Hirschwurz-S., Elsass-S., Haarstrang-S. / O. alsatica subsp. alsatica
Anm.: Die Abgrenzung ggü. subsp. libanotidis ist nicht slt unklar!
O. alsatica / Elsass-S. und ihre beiden UArten im Gebiet:
Anm. 16: Die tax. Stellung der infraspezifischen Einheiten bedarf noch weiterer Untersuchungen. Nach Albers&Pusch (1999: 80) ist eine Trennung der UArten am Arealrand leichter möglich als in Richtung Arealzentrum. Diese Ansicht teilen die Bearbeiter: Bereits in S-Mähren (zB b. Mikulov) und weiter nach Osten zu treten Pf auf, die sich nicht mehr eindeutig zuordnen lassen.
a Gri spärlich bis dicht drü’haarig; Staubf. (2)4–5(7) mm über dem Grund der KroRöhre ansetzend; Kro (15)20–25 mm lg, deren Rückenlinie ± gleichmßg gekrümmt; ù. KHälften auch vorn meist getrennt. –H Ge. H: 30–70 cm. Blüht ≈ 2 Wochen später als subsp. libanotidis. Waldränder, FlaumEiWälder, Wiesensteppen; meist auf Cervariarivini / Hirschwurz, slt Peucedanum alsaticum u. anderen Umbelliferen; coll–mont; slt. B, W, N, St; – LC, TN?; SLO. RL: Ö 3. – (O. alsatica s. str.) Hirschwurz-E.-S., Hirschwurz-S. /O. a. subsp. alsatica
– Gri kahl od. fast kahl; Staubf. 1–3,5 mm über dem Grund der KroRöhre ansetzend; Kro 12–17(20) mm lg, deren Rückenlinie im Mittelteil flach. — Stg zuletzt meist ± purpurn; BlüD: oD od. schw [?] {Schoko?}; KHälften vorn meist ± miteinander verwachsen; Kro beim Aufblühen meist leicht purpurn.–H Ge. H:15–50 cm. (V)VI–VII. Blüht ≈ 2 Wochen früher als subsp. alsatica. Halbtrockenrasen, lichte Ei-Mischwälder, Trockengebüschsäume; karbonathold; auf Seseli libanotis; coll; s slt[2]. B, N, St, K, S!; – TN.RL: Ö 2(!);TN 3. – (O. bartlingii) Heilwurz-E.-S., Bartling-S., O. a. subsp. libanotidis
[1] schriftl. Mitt. von Karl Tkalcsics
[2]®Melzer & Barta (1995)
DetailbeschreibungFlora status:
- Ureinheimisch = indigen
Gebiet:
im Burgenland ausgestorben?
Lebensform:
- Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)
Wuchsform:
- ausdauernd
- bienn (zweijährig)
zweijährig bis ausdauernd
Stängel mit meist mehr als 15 Schuppenblättern
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 30–70 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Infloreszenz dichtblütig
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
Ähre stets dichtblütig
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Farbe: violett
- Farbe: braun/schwärzlich
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone (15)20–25 mm lang, gelblich, gegen den Saum zu, besonders auf den Nerven, braunviolett
Krone (15)20–25 mm lang, deren Rückenlinie ± gleichmäßig gekrümmt
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe kopfig oder sitzend
Griffel spärlich bis dicht drüsenhaarig
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Staubfäden (2)4–5(7) mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend
Blütenduft:
Blütenduft: schwach: Schokolade
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Haustorien
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Ähre stets dichtblütig
Stängel mit meist mehr als 15 Schuppenblättern
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite schuppenförmig
Stängel mit meist mehr als 15 Schuppenblättern
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
- Wälder und Forste
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
Waldränder, Flaumeichenwälder, Wiesensteppen; v. a. auf Cervaria rivini, selten auf Peucedanum alsaticum, Seseli austriacum u. anderen Umbelliferen
Ökologie:
- Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)
Waldränder, Flaumeichenwälder, Wiesensteppen; meist auf Cervaria rivini / Hirschwurz, selten Peucedanum alsaticum und anderen Umbelliferen
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–montan
Geologie/Boden:
Waldränder, Flaumeichenwälder, Wiesensteppen; meist auf Cervaria rivini / Hirschwurz, selten Peucedanum alsaticum und anderen Umbelliferen
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
(VI)VII(VIII)
Blüht ≈ 2 Wochen später als subsp. libanotidis

