

Groß-Sommerwurz
Orobanche elatior s.str.
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae
Stängel sehr kräftig und dick; sehr reich- und dichtblütig, gelblich, gegen den Grund zu rosa überlaufen; Indument durchwegs dicht- und helldrüsig; Schuppenblätter am Stängel meist ≈ so lang wie die Stängelglieder, lineal- lanzettlich, 3–4(6) mm breit. Blütenstand 28–35 mm breit, zur Gänze walzlich und dicht, meist 40–65-blütig, gelblich bis blassbraun, purpurn überlaufen; Blüten geruchlos; Kelchzipfel mit undeutlichen Nerven; Krone (18)20–22(25) mm lang, gelblich bis hell-ockerfarben (blass hautfarben), und/oder gelblich und hell-purpurrosa überlaufen, mit bräunlicher Nervatur, oft purpurbraun überlaufen, niemals rötlich; Kronröhre vom Grund bis zur Spitze ziemlich gleichmäßig gekrümmt, Kronoberlippe nicht oder seicht ausgerandet; Narbe ockergelb. Höhe: (12)30–70(95) cm. Zweijährig bis ausdauernd. Geophyt. Ende VI (meist ≈ 4 Wochen früher als Orobanche centaurina). Trockenrasen auf kalkreichem Sandstein; auf Centaurea scabiosa; collin–submontan; sehr selten. Im Pannonikum. (Verbreitung: West- bis Mitteleuropa; Böhmen, Mähren, Polen).
Anmerkung: Bis vor Kurzem sind diese Art und Orobanche centaurina nicht voneinander unterschieden worden.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Verbreitung:
Verbreitung: West- bis Mitteleuropa; Böhmen, Mähren, Polen
Gebiet:
Im Pannonikum
Lebensform:
- Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: (12)30–70(95) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blüten geruchlos
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
Stängel sehr kräftig und dick; sehr reich- und dichtblütig
Blütenstand 28–35 mm breit, zur Gänze walzlich und dicht, meist 40–65-blütig, gelblich bis blassbraun, purpurn überlaufen
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Farbe: braun/schwärzlich
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Kronröhre vom Grund bis zur Spitze ziemlich gleichmäßig gekrümmt.
Kronoberlippe nicht oder seicht ausgerandet
Krone (18)20–22(25) mm lang, gelblich bis hell-ockerfarben (blass hautfarben), und/oder gelblich und hell-purpurrosa überlaufen, mit bräunlicher Nervatur, oft purpurbraun überlaufen, niemals rötlich
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe kopfig oder sitzend
Narbe ockergelb
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenduft:
- ohne Blütenduft
Blüten nicht oder keinesfalls nach Zyklame oder Maiglöckchen duftend
Blüten geruchlos
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Haustorien
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze drüsig
- Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Stängel sehr kräftig und dick; sehr reich- und dichtblütig
Schuppenblätter am Stängel meist ≈ so lang wie die Stängelglieder, Stängel gelblich, gegen den Grund zu rosa überlaufen
Indument durchwegs dicht- und hell-drüsig
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Haartyp: Drüsenhaare
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite lanzettlich
- Spreite linealisch
- Spreite schuppenförmig
Schuppenblätter am Stängel meist ≈ so lang wie die Stängelglieder, lineal-lanzettlich, 3–4(6) mm breit
Indument durchwegs dicht- und hell-drüsig
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Trockenrasen
Trockenrasen auf kalkreichem Sandstein; auf Centaurea scabiosa
Im Pannonikum
Ökologie:
- An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
- Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)
Trockenrasen auf kalkreichem Sandstein; auf Centaurea scabiosa
Im Pannonikum
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
collin–submontan
Geologie/Boden:
- Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
Trockenrasen auf kalkreichem Sandstein
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
Ende VI (meist ≈ 4 Wochen früher als O. centaurina (=O. kochii))

