Flockenblumen-Sommerwurz
Orobanche centaurina
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae
Diese Art heißt laut EF4 Orobanche centaurina.
Synonyme: Koch-Sommerwurz; „Orobanche major“, Orobanche elatior p. p., Orobanche echinops, Orobanche kochii
Stängel rötlich; Schuppenblätter eiförmig-3-eckig, (4)5–6 mm breit; Blütenstand fast walzlich, unten locker, 30–40 mm breit, gegen die Spitze zu verschmälert, unten lockerblütig, meist 15–30-blütig; Blüten nicht oder keinesfalls nach Zyklame oder Maiglöckchen duftend; Krone (15)20–28 mm lang, orange-rötlich bis blassrosa, trocken oft rotbraun, Kronröhre auf dem Rücken gerade, erst gegen den Saum zu abrupt winkelig abwärtsgebogen, Kronoberlippe undeutlich oder gar nicht ausgerandet; Ansatzstelle der Staubfäden von einem gelben Fleck umgeben (?), Kronrücken in der Mitte (fast) gerade. Höhe: (15)20–30(60) cm. Zweijährig bis ausdauernd. Geophyt. VII–VIII, meist deutlich (≈ 4 Wochen) später als Orobanche elatior. Trockenrasen und lichte Gebüsche; auf Centaurea, besonders auf Centaurea scabiosa; collin; selten. (Mitteleuropa bis Zentralasien).
Anmerkung: Bis vor Kurzem sind diese Art und Orobanche elatior nicht voneinander unterschieden worden.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Verbreitung:
Mitteleuropa bis Zentralasien
Lebensform:
- Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)
Wuchsform:
- bienn (zweijährig)
- ausdauernd
- krautig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: (15)20–30(60) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
- Infloreszenz lockerblütig
Blütenstand fast walzlich, unten locker, 30–40 mm breit, gegen die Spitze zu verschmälert, unten lockerblütig, meist 15–30-blütig
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: rot
- Farbe: gelb
- Farbe: braun/schwärzlich
- Farbe: orange
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Kronröhre auf dem Rücken gerade, erst gegen den Saum zu abrupt winkelig abwärts-gebogen
Krone erst ± rosa, dann rötlich- bis bräunlich-gelb
Kronoberlippe undeutlich oder gar nicht ausgerandet
Krone (15)20–28 mm lang, orange-rötlich bis blassrosa, trocken oft rotbraun
Kronrücken in der Mitte (fast) gerade
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe kopfig oder sitzend
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Ansatzstelle der Staubfäden von einem gelben Fleck umgeben (?)
Blütenkelch:
- Anzahl: 4 Kelchblätter
- Kelch verwachsenblättrig
Blütenduft:
Blüten nicht oder keinesfalls nach Zyklame oder Maiglöckchen duftend
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Haustorien
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Stängel rötlich
Schuppenblätter eiförmig-3-eckig, (4)5–6 mm breit
Blütenstand fast walzlich, unten locker, 30–40 mm breit, gegen die Spitze zu verschmälert
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite schuppenförmig
- Spreite eiförmig
Schuppenblätter eiförmig-3-eckig, (4)5–6 mm breit
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Trockenrasen
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
Trockenrasen und lichte Gebüsche; auf Centaurea, besonders auf C. scabiosa
Ökologie:
- Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)
Trockenrasen und lichte Gebüsche; auf Centaurea, besonders auf C. scabiosa
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Geologie/Boden:
Trockenrasen und lichte Gebüsche
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 07 - Juli
- 08 - August
VII–VIII, meist deutlich (≈ 4 Wochen) später als O. elatior