Bleiche Distel-Sommerwurz
Orobanche reticulata subsp. pallidiflora
Art (species)
Distel-Sommerwurz / Orobanche reticulata (s.lat.)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae
Eine der beiden (umstrittenen) Unterarten von Orobanche reticulata. Weitere Informationen siehe dort.
Synonyme: Orobanche pallidiflora, Orobanche cirsii, Orobanche reticulata var. pallidiflora
Kronen blasser als bei der zweiten Unterart, mit wenigen dunklen Drüsenhaaren, collin. Diese Unterart lässt sich phänetisch nicht trennen, Kronfarbe und Behaarung der Staubfäden variieren auch innerhalb der Populationen.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Wuchsform:
- annuell
- bienn (zweijährig)
- ausdauernd
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Anmerkung: Angaben dieser Art auf Knautia beziehen sich sehr wahrscheinlich auf O. pancicii!
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 30–80 cm
Blütenbiologie:
Blüten fast duftlos
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Infloreszenz vielblütig
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
Blütenstand meist vielblütig
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Farbe: violett
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Kelch farblich von der Krone deutlich verschieden
Krone weißlich bis gelblich, ± violett geadert, selten gelb
Kronoberlippe ± stark violett überlaufen
alle Zipfel der Kronunterlippe fast gleich groß
Orobanche reticulata subsp. pallidiflora mit blasseren Kronen mit wenigen dunklen Drüsenhaaren - lässt sich phänetisch nicht trennen, Kronfarbe und Behaarung der Staubfäden variieren auch innerhalb der Populationen.
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe kopfig oder sitzend
Griffel in der Mitte spärlich drüsenhaarig
Narbe trüb-ocker bis purpurn bis dunkelviolett, sehr selten gelb (f. kirantha)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Staubfäden 2–4 mm über dem Krongrund ansetzend, unten bis zur Mitte spärlich drüsenlos behaart bis kahl, oben spärlich drüsenhaarig
Orobanche reticulata subsp. pallidiflora – lässt sich phänetisch nicht trennen, Kronfarbe und Behaarung der Staubfäden vari¬ieren auch innerhalb der Populationen
Blütenkelch:
- Anzahl: 4 Kelchblätter
- Kelch verwachsenblättrig
Kelchhälften stets einfach (nicht gespalten), lineal-lanzettlich, oft kräftig purpurn bis schwarz (farblich von der Krone deutlich verschieden), zur Spitze hin schwach 1-nervig
Blütenduft:
Blüten fast duftlos, Blütenduft: ?
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Haustorien
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Orobanche reticulata subsp. pallidiflora mit blasseren Kronen mit wenigen dunklen Drüsenhaaren (collin) – lässt sich phänetisch nicht trennen
Anmerkung: Angaben dieser Art auf Knautia beziehen sich sehr wahrscheinlich auf O. pancicii!
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite schuppenförmig
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Ruderalstandorte
- Auwälder
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
- Felsstandorte
Wärmeliebende Ruderalgesellschaften, Auwälder, Waldschläge, Trockenwiesen, Felsschutthänge; auf Carduus- und Cirsium-Arten, montan besonders auf Carduus defloratus und C. erisithales, collin besonders auf Carduus acanthoides
Anmerkung: Angaben dieser Art auf Knautia beziehen sich sehr wahrscheinlich auf O. pancicii!
Ökologie:
- Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)
Wärmeliebende Ruderalgesellschaften, Auwälder, Waldschläge, Trockenwiesen, Felsschutthänge; auf Carduus- und Cirsium-Arten, montan besonders auf Carduus defloratus und C. erisithales, collin besonders auf Carduus acanthoides
Anmerkung: Angaben dieser Art auf Knautia beziehen sich sehr wahrscheinlich auf O. pancicii!
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
Orobanche reticulata subsp. pallidiflora - collin
Geologie/Boden:
Wärmeliebende Ruderalgesellschaften, Auwälder, Waldschläge, Trockenwiesen, Felsschutthänge; auf Carduus- und Cirsium-Arten, montan besonders auf Carduus defloratus und C. erisithales, collin besonders auf Carduus acanthoides
Anmerkung: Angaben dieser Art auf Knautia beziehen sich sehr wahrscheinlich auf O. pancicii!
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
VI–VII(–IX)

