Gamander-Sommerwurz

Orobanche teucrii


Gattung (genus)

Sommerwurz / Orobanche

Familie (familia)

Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae


Stängel und Kelch meist deutlich heller (gelblich) als die Krone (i. U. zu O. caryophyllacea); Blütenstand locker; Deckblätter meist kürzer als die Krone; Kelch aus zwei freien, nur im obersten Drittel geteilten Hälften bestehend, deren Zipfel breit-3-eckig (ca. 1–2× so lang wie am Grund breit), ⅓× so lang wie die Krone, nur Mittelnerv deutlich;Krone (15)20–27(30) mm lang, gegen den Grund zu heller gefärbt, bräunlich-lila, innen nicht glänzend trüb-blutrot, Saum nicht faltig-kraus; Kronoberlippe mit zur Gänze (auch am Grund) hellen Drüsenhaaren, selten fast kahl; Staubfäden (2)5–7 mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend, oben drüsenhaarig, untere Hälfte drüsenlos behaart; Griffel drüsenhaarig, Narbe purpurrot bis rotbraun oder lila bis violett. Höhe: 15–40 cm. Kurzlebig bis ausdauernd. Geophyt. (V)VI–VII(VIII). Tro­ckenrasen, trockene Wiesen, Föhrenwälder; auf Teucrium; collin–montan, zerstreut bis selten.

 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

Kurzlebig bis ausdauernd

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 15–40 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)

Blütenstand locker

Deckblätter meist kürzer als die Krone

 

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone weder blau noch violett, höchstens bläulich geadert oder schwach rosa oder lilaüberlaufen

Krone innen nicht glänzend trüb-blutrot

Kronoberlippe mit zur Gänze (auch am Grund) hellen Drüsenhaaren, selten fast kahl

Krone bräunlich-lila, Saum nicht faltig-kraus

Stängel und Kelch meist deutlich heller (gelblich) als die Krone (i. U. zu O. caryophyllacea)

Krone (15)20–27(30) mm lang, gegen den Grund zu heller gefärbt

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Narbe nie weißlich oder farblos, sondern purpurrot bis rotbraun oder lila bis violett

Griffel drüsenhaarig

 

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Staubfäden oben drüsenhaarig, untere Hälfte drüsenlos behaart

Staubfäden (2)5–7 mm über dem Grund der Krone ansetzend

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Kelch aus zwei freien, nur im obersten Drittel geteilten Hälften bestehend, deren Zipfel breit-3-eckig (ca. 1–2× so lang wie am Grund breit)

Kelch mit dem längeren Zipfel höchstens ⅓× so lang wie die Krone. Stängel und Kelch meist deutlich heller (gelblich) als die Krone (i. U. zu O. caryophyllacea)

Kelch ⅓× so lang wie die Krone, nur Mittelnerv deutlich

Blütenduft:

Blütenduft: ?

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Haustorien

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel und Kelch meist deutlich heller (gelblich) als die Krone (i. U. zu O. caryophyllacea)

Blütenstand locker

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Spreite schuppenförmig

Frucht:

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht mehr- bis vielsamig

Lebensraum:

  • Trockenrasen
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Wälder und Forste

Trockenrasen, trockene Wiesen, Föhrenwälder; auf Teucrium

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)

Trockenrasen, trockene Wiesen, Föhrenwälder

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

 

Geologie/Boden:

Trockenrasen, trockene Wiesen, Föhrenwälder

 

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August

(V)VI–VII(VIII)