

Sand-Blauwürger
Phelipanche arenaria
Gattung (genus)
Familie (familia)
Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae
Kro (18)20‒30(35) mm lg; DeckB am Grund 3–6 mm br. — Pf meist ± kräftig; Stg meist einfach; K (4)5-zipfelig
Pfl nirgends weißwollig. — Kro meist mehr als 20 mm lg; Gri drü’haarig
Antheren (1,7)1,8–2,1(2,2) mm lg, an der Naht dicht wollig behaart; K u. Kro mit undeutl. hervortretender Nervatur (blasser wirkend); KroULippe oft mit abgerundeten Zipfeln. — KZipfel schmal-halblanz. bis pfrieml., mind. so lg wie die KRöhre; Kro 20–30(35) mm lg, plump, 2–2,5(3)× so lg wie br, h’lilablau; Narbe weißl.. H: 15–30(50) cm. Ge. VI–VII. Trockenrasen; sandige, oft ruderale, slt felsige Standorte; auf Artemisiacampestris; coll–subm; slt bis s slt. Hpts. im Pann, EEi u. im Süden; regressiv. B, N, St†, S, NordT (s slt: b. Imst; im Oberen Gericht; Innsbruck †); – GR (Unterengadin, Münstertal / Val Müstair); SO, BS, SüdT, TN (s slt). RL: Ö 1; CH 3;SüdT 2. – [2n = 24]– (Orobanche arenaria) Sand-B., (Sand-S.) / Ph. arenaria
DetailbeschreibungFlora status:
- Ureinheimisch = indigen
Verbreitung:
Hauptsächlich im Pannoikum, Etsch-Eisack und im Süden; regressiv
Gebiet:
Hauptsächlich im Pannoikum
Lebensform:
- Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)
Wuchsform:
- ausdauernd
- bienn (zweijährig)
- krautig
Pflanze meist ± kräftig
Stängel meist einfach
Pflanze nirgends weißwollig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 15–30(50) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
- Typ: Traube
Deckblätter am Grund 3–6 mm breit
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: blau
- Farbe: violett
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone (18)20‒30(35) mm lang
Krone meist mehr als 20 mm lang
Kelch und Krone mit undeutlich hervortretender Nervatur (blasser wirkend)
Kronunterlippe oft mit abgerundeten Zipfeln
Krone 20–30(35) mm lang, plump, 2–2,5(3)× so lang wie breit, helllilablau
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
Griffel drüsenhaarig
Narbe weißlich
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Antheren (1,7)1,8–2,1(2,2) mm lang, an der Naht dicht wollig behaart
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Haustorien
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
- Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
Pflanze meist ± kräftig
Stängel meist einfach
Pflanze nirgends weißwollig
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite schuppenförmig
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Ruderalstandorte
- Trockenrasen
- Felsstandorte
Trockenrasen; sandige, oft ruderale, selten felsige Standorte; auf Artemisia campestris
Hauptsächlich im Pannoikum, regressiv
Ökologie:
Trockenrasen; sandige, oft ruderale, selten felsige Standorte; auf Artemisia campestris
Hauptsächlich im Pannoikum, regressiv
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
collin–submontan
Geologie/Boden:
Trockenrasen; sandige, oft ruderale, selten felsige Standorte; auf Artemisia campestris
Hauptsächlich im Pannoikum, regressiv
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
VI–VII

