

Feuchtacker-Groß-Wegerich
Plantago major subsp. intermedia
Art (species)
Groß-Wegerich / Plantago major
Gattung (genus)
Wegerich i.e.S / Plantago s.str.
Familie (familia)
Wegerichgewächse / Plantaginaceae
Diese Unterart von Plantago major wird oft (so auch laut EF4) als eigenständige Art aufgefasst und heisst dann Plantago uliginosa.
Synonyme: Kleiner Breit-Wegerich, Zwerg-Wegerich, Vielsamiger Wegerich, Kleinsamiger Wegerich; Plantago major subsp. pleiosperma, Plantago intermedia, Plantago major subsp. intermedia
Schaft meist kurzbogig aufsteigend; Laubblattspreite 3–5(7)-nervig, oberseits behaart; Laubblattspreite meist mehr als 1,5× so lang wie breit, am Grund meist abrupt in den Blattstiel verschmälert, seltener abgerundet bis seicht herzförmig, besonders im unteren Teil oft weitbuchtig gezähnt oder mit kleinen, abgerundeten Lappen). Fruchtähre meist gedrungener als bei Plantago major s. str., (0,5)1,5–7(31) cm lang, zur Spitze hin nicht dünner werdend. Frucht (4)16–35(46)-samig; Abrissstelle des Fruchtdeckels nicht sichtbar (da unter der Fruchtmitte und somit von den Kelchblättern verdeckt); Fruchtdeckel (2)2,5–3(3,4) mm lang, eiförmig. Samen meist dunkelbraun, 0,8–1,2(1,5) mm lang und (0,2)0,5–0,7(0,9) mm breit; Höhe: 3–15(50) cm. Hemikryptophyt. VI–X. Ufer, feuchte bis nasse Äcker, feuchte Ruderalfluren, leicht salzige Rasen; collin–submontan, zerstreut.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchshöhe:
- Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 3–15(50) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- selbstbestäubt (autogam)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
Schaft meist kurzbogig aufsteigend
Fruchtähre meist gedrungener als bei P. major s. str., (0,5)1,5–7(31) cm lang, zur Spitze hin nicht dünner werdend
Blütenblätter:
- Anzahl: 4
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: braun/schwärzlich
- Farbe: gelb
- Farbe: grünlich
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- Anzahl: 4 Kelchblätter
Abrissstelle des Fruchtdeckels nicht sichtbar (da unter der Fruchtmitte und somit von den Kelchblättern verdeckt)
Blütenduft:
- ohne Blütenduft
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
Schaft meist kurzbogig aufsteigend
Fruchtähre meist gedrungener als bei P. major s. str., (0,5)1,5–7(31) cm lang, zur Spitze hin nicht dünner werdend
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: gebuchtet
- Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite elliptisch
- Spreite eiförmig
- Spreite rundlich
- Spreitengrund herzförmig
Laubblattspreite 3–5(7)-nervig, oberseits behaart
Laubblattspreite meist mehr als 1,5× so lang wie breit, am Grund meist abrupt in den Blattstiel verschmälert, seltener abgerundet bis seicht herzförmig, besonders im unteren Teil oft weitbuchtig gezähnt oder mit kleinen, abgerundeten Lappen)
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Laubblattspreite am Grund meist abrupt in den Blattstiel verschmälert, seltener abgerundet bis seicht herzförmig
Rosette:
- Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)
Fruchtstand:
Fruchtähre meist gedrungener als bei P. major s. str., (0,5)1,5–7(31) cm lang, zur Spitze hin nicht dünner werdend
Lebensraum:
- Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
- Ufer und Röhrichte
- Ruderalstandorte
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
Ufer, feuchte bis nasse Äcker, feuchte Ruderalfluren, leicht salzige Rasen
Ökologie:
- Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant
- Wechselfeuchtezeiger
- Staunässezeiger/Vernässungszeiger
- Störungszeiger
Ufer, feuchte bis nasse Äcker, feuchte Ruderalfluren, leicht salzige Rasen
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
collin–submontan
Geologie/Boden:
Ufer, feuchte bis nasse Äcker, feuchte Ruderalfluren, leicht salzige Rasen
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
- Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung außen am Tierkörper (Epizoochorie)
Streufrüchte
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
VI–X

