Wiesen-Rispe

Poa pratensis


Gattung (genus)

Poa pratensis agg.

Gattung (genus)

Rispe / Poa

Familie (familia)

Süßgräser / Poaceae


Diese Art gehört zur Artengruppe Poa pratensis agg. Weitere Informationen siehe dort.

Synonyme:  Breitblättrige Wiesen-Rispe, Wiesenrispe, Eigentliche Wiesen-Rispe

Pflanze (20)30–70 cm hoch, grün oder graugrün, nicht bereift; Laubblattspreite vorn allmählich zugespitzt oder kapuzenförmig, Ligula am Rand der Laubblattscheide herablaufend, 1 mm lang. Grundblätter- und Stängelblattspreite flach oder rinnig, 3–4 mm breit, Spreitengrund so breit wie der Stängelgrund; Stängelblätter aufrecht, oft fast dem Stängel anliegend. Blühtriebe büschelig stehend, mit zahlreichen abgestorbenen Laubblattscheiden am Grund, von vegetativen Trieben umgeben. Rispe wenig höher als breit; untere Rispenzweige meist zu 3–5; Ährchen nicht bereift; Hüllspelzen ungleich lang, die untere 1-nervig, die obere 3-nervig. Höhe: 20–50(70) cm. Hemikryptophyt. V–VII. Halbtrockene bis frische, basenreiche Wiesen, Weiderasen, Wegränder; collin–subalpin; häufig. Variabel.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • Horstiger Wuchs
  • krautig
  • Lockerrasiger Wuchs
  • Dichtrasiger Wuchs

Pflanze (20)30–70 cm hoch, grün oder graugrün, nicht bereift

Blühtriebe büschelig stehend, mit zahlreichen abgestorbenen Laubblattscheiden am Grund, von vegetativen Trieben umgeben. Stängelblätter aufrecht, oft fast dem Stängel anliegend

variabel

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 20–50(70) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • windbestäubt (anemophil)

Blütenstand:

  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Rispe/Schirmrispe
  • Spelzen = (meist) trockenhäutige Hochblätter im Ährchen vorhanden (Süß- und Sauergräser)

untere Rispenzweige meist zu 3–5

Ährchen nicht bereift

Hüllspelze ungleich lang, die untere 1-nervig, die obere 3-nervig; Blühtriebe büschelig stehend, mit zahlreichen abgestorbenen Laubblattscheiden am Grund, von vegetativen Trieben umgeben

Rispe wenig höher als breit

Blütenblätter:

  • reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")
  • Farbe: grünlich

Ährchen nicht bereift

Hüllspelze ungleich lang, die untere 1-nervig, die obere 3-nervig

 

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 3 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • unterirdische Ausläufer (dünne, mit Niederblättern besetzte Sprossachsen)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Knoten deutlich erkennbar (Poaceae)
  • Mit Faserschopf (= Tunika) am Grund der Pflanze
  • mit unterirdischen Ausläufern
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze (20)30–70 cm hoch, grün oder graugrün, nicht bereift

Blühtriebe büschelig stehend, mit zahlreichen abgestorbenen Laubblattscheiden am Grund, von vegetativen Trieben umgeben. Stängelblätter aufrecht, oft fast dem Stängel anliegend

Spreitengrund so breit wie der Stängelgrund

variabel

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Apex: Blattspreite mit kapuzenförmiger Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
  • mit Blatthäutchen (Ligula)
  • mit Blattscheide
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Querschnitt: Spreite rinnenförmig
  • Spreite linealisch

Laubblattspreite gefaltet oder flach, mehr als 0,5 mm im Durchmesser

Pflanze (20)30–70 cm hoch, grün oder graugrün, nicht bereift

Blühtriebe büschelig stehend, mit zahlreichen abgestorbenen Laubblattscheiden am Grund, von vegetativen Trieben umgeben Stängelblätter aufrecht, oft fast dem Stängel anliegend

Grundblatt- u. Stängelblattspreite flach od. rinnig, 3–4 mm breit

Spreitengrund so breit wie der Stängelgrund

Ligula am Rand der Laubblattscheide herablaufend, 1 mm lang; Laubblattspreite vorn allmählich zugespitzt od. kapuzenförmig

variabel

 

Blattstiel:

Phänologie:

Lichtkeimer

Frucht:

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen langlebig

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Halbtrockene bis frische, basenreiche Wiesen, Weiderasen, Wegränder

Ökologie:

Halbtrockene bis frische, basenreiche Wiesen, Weiderasen, Wegränder

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–subalpin

 

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Halbtrockene bis frische, basenreiche Wiesen, Weiderasen, Wegränder

 

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über Ausläufer

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

V–VII