Erd-Primel

Primula vulgaris


Gattung (genus)

Primel / Primula

Familie (familia)

Primelgewächse / Primulaceae


Synonyme: Stängellose Primel / Schlüsselblume, Schaftlose Primel, Kissen-Schlüsselblume; Primula acaulis

Jüngere Laubblätter umgerollt (d.h. nach unten), Laubblätter (5)10–25 cm lang, ± runzelig, am Grund langkeilig, Blattstiel meist (fast) fehlend; Laubblattspreite oberseits (schein­bar) kahl (nur mit winzigen Drüsenhaaren), ​​​​​​​unterseits kurzhaarig (oft samtig oder filzig), nicht bemehlt; Laubblattnerven unterseits hervortretend, Dolde ungestielt (ohne Schaft), Blüten daher grundständig; Blüten verschiedengriffelig. Kelch scharfkantig (hervortretende Mittelnerven), Krone schwefelgelb, Fruchtstiele schlaff, niederlie­gend (Ameisenausbreitung!), länger als 3 cm. Höhe: 5–10 cm. Hemikryptophyt, wintergrün. II–V(X). Fri­sche Edellaubwälder, Waldränder, Wiesen; in klimawarmen, subozeanischen Lagen; collin–montan; häufig bis selten. Auch kultiviert und verwildernd.

Verwechslungsmöglichkeit: Hybriden mit Primula veris sind nicht selten; sie ähneln der Primula elatior, der Schaft ist jedoch meist nur ≈ (3)4–5× so lang wie die Blütenstiele (bei Primula elatior meist ≈ 10× so lang).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Auch kultiviert und verwildernd

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig

Höhe: 5–10 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Schmetterlinge

Blüten verschiedengriffelig

Bestäubung durch Hummeln, Falter

Blütenstand:

  • Typ: Dolde

Dolde ungestielt (ohne Schaft), Blüten daher grundständig

 

 

Verwechslungsmöglichkeit: Hybriden mit P. veris sind (zB im Wienerwald) nicht selten; sie ähneln der P. elatior, der Schaft ist jedoch meist nur ≈ (3)4–5× so lang wie die Blütenstiele (bei P. elatior meist ≈ 10× so lang).

 

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten stieltellerförmig
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig

Krone schwefelgelb

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Zentralplazenta

Blüten verschiedengriffelig

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter verwachsen

Blüten verschiedengriffelig

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Kelch ± kantig (hervortretende Mittelnerven)

Kelch scharfkantig

Blütenduft:

Blütenduft: ?

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Dolde ungestielt (ohne Schaft), Blüten daher grundständig

Laubblattspreite oberseits (scheinbar) kahl (nur mit winzigen Drüsenhaaren)

 

wintergrün

 

Verwechslungsmöglichkeit: Hybriden mit P. veris sind (zB im Wienerwald) nicht selten; sie ähneln der P. elatior, der Schaft ist jedoch meist nur ≈ (3)4–5× so lang wie die Blütenstiele (bei P. elatior meist ≈ 10× so lang).

 

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Querschnitt: Spreite umgerollt (nach unten)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare

Jüngere Laubblätter umgerollt (d.h. nach unten)

Laubblattnerven unterseits hervortretend

Laubblätter ± runzelig

Laubblatt unterseits kurzhaarig (oft samtig oder filzig), nicht bemehlt

Laubblätter (5)10–25 cm lang

Laubblattspreite oberseits (scheinbar) kahl (nur mit winzigen Drüsenhaaren)

Laubblattspreite am Grund lang-keilig

 

Blattstiel:

Laubblattspreite am Grund lang-keilig, Stiel meist (fast) fehlend

 

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Fruchtstand:

Fruchtstiele schlaff, niederliegend (Ameisenausbreitung!), länger als 3 cm

 

Verwechslungsmöglichkeit: Hybriden mit P. veris sind (zB im Wienerwald) nicht selten; sie ähneln der P. elatior, der Schaft ist jedoch meist nur ≈ (3)4–5× so lang wie die Blütenstiele (bei P. elatior meist ≈ 10× so lang).

 

Frucht:

Zentralplazenta

 

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Frische Edellaubwälder, Waldränder, Wiesen; in klimawarmen, subozeanischen Lagen

Ökologie:

Frische Edellaubwälder, Waldränder, Wiesen; in klimawarmen, subozeanischen Lagen

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Ameisenausbreitung (Myrmekochorie)

Fruchtstiele schlaff, niederliegend (Ameisenausbreitung!)

Blütezeit:

  • 02 - Februar
  • 03 - März
  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

II–V(X)