Muskateller-Salbei
Salvia sclarea
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonyme: Römischer Salbei, Scharlei
Pflanze aufrecht, nicht ausgebreitet oder kugelig; Staude (alle Stängel krautig bleibend); Pflanze von einfachen Gliederhaaren grau (zottig); Laubblatt aromatisch (ähnlich Grapefruit). Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen, Laubblattspreite mit herzförmigem oder abgerundetem Grund, Laubblätter breit-herz-eiförmig; Knäuel-Tragblätter krautig, ± purpurn; Deckblätter purpurlila bis weiß, die Blüten überragend; Scheinquirl 8–12-blütig; Blütenstiel 2–3 mm lang; Kelch flaumhaarig und drüsig-punktiert, 10 mm lang, Kelchoberlippe 3-zipfelig, Kelchzipfel (stechend-)begrannt (Granne länger als 1 mm), der mittlere Zahn der Kelchoberlippe kürzer als die seitlichen; Krone hell-blaulila (Unterlippe meist weiß), 20–30 mm lang. Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt, unterer Konnektiv-Ast löffelförmig; Höhe: (30)50–100(150) cm. Ausdauernd. VI–VII. Als Volksarznei-, Gewürz- und Zierpflanze kultiviert, in klimawarmen Gegenden (Pannonikum) selten unbeständig verwildernd, angesalbtund lokal etabliert. (Heimat: Mediterranraum, Südwest- und Mittelasien).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
Als Volksarznei-, Gewürz- und Zierpflanze kultiviert, in klimawarmen Gegenden (Pannonikum) selten unbeständig verwildernd, angesalbt und lokal etabliert
Verbreitung:
Heimat: Mediterranraum, Südwest- und Mittelasien
Gebiet:
in klimawarmen Gegenden (Pannonikum) selten unbeständig verwildernd, angesalbt und lokal etabliert
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
kurzlebig bis ausdauernd
Pflanze aufrecht, nicht ausgebreitet oder kugelig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Höhe: (30)50–100(150) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
Scheinquirl 8–12-blütig
Blütenstiel 2–3 mm lang
Knäuel-Tragblätter krautig, ± purpurn
Deckblätter purpurlila bis weiß, die Blüten überragend
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: blau
- Farbe: violett
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
Krone 9–30 mm lang, purpurn, blau oder weiß
Krone hell-blaulila (Unterlippe meist weiß), 20–30 mm lang
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
- Staubblätter frei
Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt
unterer Konnektiv-Ast löffelförmig
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Pfahlwurzel
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Stängel kantig
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Staude (alle Stängel krautig bleibend)
Laubblatt aromatisch (ähnlich Grapefruit)
Pflanze von einfachen Gliederhaaren grau (zottig)
Pflanze aufrecht, nicht ausgebreitet oder kugelig
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: gekerbt
- Blattstellung: Gegenständig
- Spreite eiförmig
- Spreitengrund herzförmig
Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen
Laubblattspreite mit herzförmigem oder abgerundetem Grund
Laubblatt aromatisch (ähnlich Grapefruit)
Pflanze von einfachen Gliederhaaren grau (zottig)
Laubblätter breit-herz-eiförmig; Knäuel-Tragblätter krautig, ± purpurn
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Frucht:
- Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
- Frucht zwei- bis wenigsamig
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
Als Volksarznei-, Gewürz- und Zierpflanze kultiviert, in klimawarmen Gegenden (Pannonikum) selten unbeständig verwildernd, angesalbt und lokal etabliert
Ökologie:
- wärmeliebend (thermophil)
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
VI–VII

