Echt-Seifenkraut

Saponaria officinalis


Gattung (genus)

Seifenkraut / Saponaria

Familie (familia)

Nelkengewächse / Caryophyllaceae


Synonyme: Gewöhnliches Seifenkraut, Seifenwurz(el), „Rotes Seifenkraut“

Stängel aufrecht, mindestens 10 cm lang (außer bei Hungerformen), mehrblütig; Laubblätter 5–11(15) cm lang und 1,5–3 cm breit, lanzettlich, mit 2 Längsnerven; Blütenstand dicht knäuelige (deutlich endständige) Thyrse, kahl oder drüsenlos behaart; Kelch (15)20–25 mm lang, mit drüsenlosen Gliederhaaren; Krone 30–40 mm lang, blassrosa bis weiß; Blüten duftend; Früchte 20 mm lang. Höhe: 30–70 cm. Hemikryptophyt. Blütezeit: VI–X. Ufer, Auen, feuchte Gebüsche und Ruderal­stellen; etwas karbonatliebend; Rhizom (Saponingehalt!) einst als Seife verwendet; auch als Zierpflanze (Sorte mit gefüllten Blüten) und Volksarzneipflanze („Radix Saponariae“) kultiviert; collin(–submontan); häufig bis zerstreut.           

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 30–70 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz dichtblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Stängel mehrblütig

Blütenstand dicht knäuelige (deutlich endständige) Thyrse, kahl oder drüsenlos behaart

Blütenblätter:

  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten stieltellerförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)

Krone 30–40 mm lang, blassrosa bis weiß; Blüten duftend

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch behaart oder bewimpert
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Kelch (15)20–25 mm lang, mit drüsenlosen Gliederhaaren

Blütenduft:

Blüten duftend

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Rhizom (Saponingehalt!) einst als Seife verwendet; auch als Volksarzneipflanze („Radix Saponariae“) kultiviert

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel aufrecht, mindestens 10 cm lang (außer bei Hungerformen), mehrblütig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Spreite lanzettlich
  • Spreite eiförmig

Laubblätter 5–11(15) cm lang und 1,5–3 cm breit, lanzettlich, mit 2 Längsnerven

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Ufer und Röhrichte
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Ufer, Auen, feuchte Gebüsche und Ruderal­stellen; etwas karbonatliebend

Ökologie:

  • Störungszeiger

Ufer, Auen, feuchte Gebüsche und Ruderal­stellen; etwas karbonatliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin(–submontan)        

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Ufer, Auen, feuchte Gebüsche und Ruderal­stellen; etwas karbonatliebend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VI–X