



Pferde-Sesel
Seseli hippomarathrum
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonyme: Pferdedill, „Pferdefenchel“, „Rossfenchel“; Hippomarathrum pelviforme
Stängel kahl, nicht stark kantig gefurcht; Laubblatt 3-4 x gefiedert oder fiederschnittig; ca. 10–20 cm lang, ziemlich kompakt (weil Zipfel nahe beieinander); Laubblattzipfel schmal-linealisch, ca. 1 mm breit; Laubblattstiele der Grundblatt oberseits rinnig vertieft; Doldenstrahlen 5–12; auf der Innenseite (zumindest schwach) flaumig behaart (Lupe!). Hüllblätter fehlend (selten 1–2); Hüllchenblätter fast bis zur Spitze becherartig miteinander verwachsen. Blütenstiele nur 1–2 mm lang. Kronblatt kahl, weiß; Flexurkante ausgerandet bis maskiert gekerbt; Flüegllänge 0–⅓; Lobulum 1/5–1/1, lang riemenförmig, 1–3-spitzig, ± breit ansitzend. Kelchblatt höchstens 0,4 mm lang. Höhe: 15–50(80) cm. Hemikryptophy. VII–XI. Trockenrasen, Föhrenwälder; collin–untermontan; im Pannonikum zerstreut, sonst selten. (Hauptverbreitung: Osteuropa, Karpaten).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Verbreitung:
Hauptverbreitung: Osteuropa, Karpaten
Gebiet:
im Pannonikum zerstreut, sonst selten
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 15–50(80) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Proterandrie
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Typ: Doppeldolde
Hüllblatt fehlend (selten 1–2)
Doldenstrahlen auf der Innenseite (zumindest schwach) flaumig behaart (Lupe!)
Hüllchenblätter fast bis zur Spitze becherartig miteinander verwachsen Doldenstrahlen 5–12; Blütenstiele nur 1–2 mm lang
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
Kelchblatt höchstens 0,4 mm lang, sehr klein bis etwas undeutlich
Kronblätter kahl, weiß
Flexurkante ausgerandet bis maskiert gekerbt; Flügellänge 0–⅓; Lobulum 1/5–1/1, lang riemenförmig, 1–3-spitzig, ± breit ansitzend
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- Anzahl: 5 Kelchblätter
- Kelch freiblättrig
- nicht vorhanden oder hinfällig
Kelchblatt höchstens 0,4 mm lang
Kelchblätter sehr klein bis etwas undeutlich
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Speicherwurzel(n) – Rüben und Wurzelknollen
Pleiokormrübe
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Mit Faserschopf (= Tunika) am Grund der Pflanze
- Pflanze glauk/bereift
- Pflanze kahl
- Stängel stielrund
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Stängel nicht stark kantig gefurcht
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: geteilt, geschnitten
- Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
- Blattform: zusammengesetzt: zweifach (doppelt) oder mehrfach
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Blattstellung: Wechselständig
- Farbe: glauk (blaugrün)
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- mit Blattscheide
- Querschnitt: Spreite rinnenförmig
- Spreite linealisch
Laubblattzipfelschmal-linealisch, ca. 1 mm breit
Laubblatt 3–4×-gefiedert od. -fiederschnittig
Laubblattstiele der Grundblätter oberseits rinnig vertieft
Laubblatt ca. 10–20 cm lang, ziemlich kompakt (weil Zipfel nahe beieinander)
Rosette:
- Halbrosettenpflanze (Rosette und Stängelblätter vorhanden)
Fruchtstand:
Hüllblatt fehlend (selten 1–2)
Doldenstrahlen auf der Innenseite (zumindest schwach) flaumig behaart (Lupe!)
Hüllchenblätter fast bis zur Spitze becherartig miteinander verwachsen
Lebensraum:
- Trockenrasen
- Wälder und Forste
Trockenrasen, Föhrenwälder
Ökologie:
- Lichtliebend (=heliophil)
- Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)
- wärmeliebend (thermophil)
Trockenrasen, Föhrenwälder
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–untermontan
Geologie/Boden:
- Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
Streufrüchte?
Blütezeit:
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
- 11 - November
VII–XI



