Gewöhnliches Blasen-Leimkraut

Silene vulgaris subsp. vulgaris


Art (species)

Blasen-Leimkraut / Silene vulgaris

Gattung (genus)

Leimkraut ivS / Silene emend.

Familie (familia)

Nelkengewächse / Caryophyllaceae


Synonym: Gewöhnliche Klatschnelke

Stängel aufsteigend bis aufrecht; Grundblätter 1,5–4 cm lang; Blütenstand 5–15(30)-blütig; Deckblätter meist häutig; Blütenstiele (18)20–35 mm lang; Kelch (13)15–19 mm lang; Nebenkrone meist fehlend; Frucht mit aufrechten Zähnchen; Samen 1–1,5 mm im Durchmesser, deutlich spitz-papillös. Höhe: (20)30–50(100) cm. Blütezeit: VI–X. Felsschutthalden, trockene Wiesen, Waldschläge, schottrige Ruderalstellen, Lägerfluren; collin–subalpin(–alpin); sehr häufig.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • verholzt
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Stängel aufsteigend bis aufrecht

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: (20)30–50(100) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Infloreszenz vielblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenstand 5–15(30)-blütig; Deckblätter meist häutig; Blütenstiele (18)20–35 mm lang

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten stieltellerförmig
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Nebenkrone meist fehlend

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Kelch (13)15–19 mm lang

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Pflanze glauk/bereift
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend

Stängel aufsteigend bis aufrecht

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Farbe: glauk (blaugrün)
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite lanzettlich

Grundblätter 1,5–4 cm lang

Blattstiel:

Frucht:

Frucht mit aufrechten Zähnchen

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen 1–1,5 mm im Durchmesser, deutlich spitz-papillös

Lebensraum:

  • Felsstandorte
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Ruderalstandorte

Felsschutthalden, trockene Wiesen, Waldschläge, schottrige Ruderalstellen, Lägerfluren

Ökologie:

Felsschutthalden, trockene Wiesen, Waldschläge, schottrige Ruderalstellen, Lägerfluren

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–subalpin(–alpin)

Geologie/Boden:

  • Lockere Böden (kiesig, sandig)

Felsschutthalden, trockene Wiesen, Waldschläge, schottrige Ruderalstellen, Lägerfluren

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VI–X