Drüsenlose Acker-Gänsedistel

Sonchus arvensis subsp. uliginosus


Art (species)

Acker-Gänsedistel / Sonchus arvensis

Gattung (genus)

Gänsedistel / Sonchus

Familie (familia)

Korbblütler / Asteraceae


SynonymSonchus arvensis var. laevipes          

Hülle fast drüsenlos. Flussufer, Gräben, gestörte Feuchtwiesen, auf nährstoff- und basenreichen oder salzhältigen Böden; selten. Im Nord-Burgenland (im Seewinkel häufig). Oft auch ruderal und nur unbeständig.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Ureinheimisch = indigen
  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Gebiet:

  • Nordburgenland

Im Nord-Burgenland (im Seewinkel häufig). 

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Korb/ Körbchen

Körbe meist 40–50 mm im Durchmesser; Hülle kahl

Hülle fast drüsenlos

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten zungenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter verwachsen

Blütenkelch:

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze kahl
  • mit Dornen/Stacheln

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattform: geteilt, gespalten
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Spreitengrund herzförmig
  • Spreitengrund pfeilförmig
  • Spreitengrund spießförmig

Blattstiel:

  • Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
  • Spreitenbasis mit Öhrchen (stängelumfassendes oder halbstängelumfassendes Blatt)

Frucht:

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte
  • Ufer und Röhrichte
  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore

Flussufer, Gräben, gestörte Feuchtwiesen, auf nährstoff- und basenreichen oder salzhältigen Böden; selten. Im Nord-Burgenland (im Seewinkel häufig). Oft auch ruderal und nur unbeständig.

Ökologie:

  • Störungszeiger
  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger
  • Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant
  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

(zumindest subsp. uliginosus) etwas salz­tolerant

Flussufer, Gräben, gestörte Feuchtwiesen, auf nährstoff- und basenreichen oder salzhältigen Böden

Oft auch ruderal und nur unbeständig.

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Geologie/Boden:

  • Dichte Böden (lehmig, tonig)
  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Flussufer, Gräben, gestörte Feuchtwiesen, auf nährstoff- und basenreichen oder salzhältigen Böden

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober