Gewöhnliche Vogel-Sternmiere
Stellaria media (s.str.)
Gattung (genus)
Artengruppe Vogel-Sternmiere / Stellaria media agg.
Gattung (genus)
Familie (familia)
Nelkengewächse / Caryophyllaceae
Synonyme: Gewöhnliche Vogelmiere, Hühnerdarm, Alsinula media, Stellaria media subsp. media
Pflanze meist ± niederliegend, ± grasgrün bis dunkelgrün; obere Laubblätter und Deckblätter breiteiförmig bis elliptisch; Blütenstand nicht gedrungen, die untersten Internodien der Dichasien auffallend ungleich lang; Blütenstiele der untersten Blüten (9)17–25(43) mm lang und (0,16)0,32–0,40(0,48) mm breit; Kelchblätter 2–5 mm lang; Kronblätter (⅔)¾–1× so lang wie die Kelchblätter, selten fehlend; Staubblätter meist 5; Narben meist aufsteigend bis selten aufrecht, nur die Spitze umgebogen; Fruchtstiele 15–25 mm lang, (3)4–6× so lang wie der Kelch; Fruchtkelch 6–7 mm lang; Samen (0,9)1,1–1,2(1,3) mm lang und (0,8)0,9–1,3(1,4) mm breit, Höcker (= Warzen) der Samenoberfläche meist etwa so hoch wie breit, selten breiter als hoch, abgerundet, mit zerstreuten bis reichlichen (mikroskopischen) Papillen; Hundertkornmasse 47 ± 9 mg, dunkelrötlichbraun. Höhe: 5–30(40) cm. Therophyt bis Hemikryptophyt. Blütezeit: I–XII. Äcker, Gärten, Weingärten, frische Ruderalfluren; stickstoffliebend, Nährstoffzeiger; Volksarzneipflanze; Wildsalat; collin–subalpin; sehr häufig.
Verwechslungsmöglichkeit: Die Art bildet nicht selten, als Folge der Infektion mit dem pflanzenparasitischen Kleinpilz Peronospora alsinearum, auffallend etiolierte Sprosse (Laubblätter dann gelb), die deshalb manchmal für die Kronenlose Vogel-Sternmiere / Stellaria apetala gehalten werden.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- annuell
- bienn (zweijährig)
- krautig
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
Pflanze meist ± niederliegend
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 5–30(40) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- selbstbestäubt (autogam)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Blütenstand nicht gedrungen, die untersten Internodien der Dichasien auffallend ungleich lang; Blütenstiele der untersten Blüten (9)17–25(43) mm lang und (0,16)0,32–0,40(0,48) mm breit
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
- Apex: Blütenblätter vorne ausgerandet (herzförmig, eingebuchtet, etc)
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
Kronblätter (⅔)¾–1× so lang wie die Kelchblätter, selten fehlend
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)
- Anzahl: 3 Staubblätter
- Anzahl: 4 Staubblätter
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Pflanze meist ± niederliegend, ± grasgrün bis dunkelgrün
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Gegenständig
- Farbe: dunkelgrün
- Grösse: sehr klein (nicht länger als 1 cm)
- Grösse: klein (1 bis 2 cm)
- Spreite eiförmig
- Spreite elliptisch
Pflanze meist ± niederliegend, ± grasgrün bis dunkelgrün; obere Laubblätter und Deckblätter breit-eiförmig bis elliptisch
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
Samen:
- Frucht mehr- bis vielsamig
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Samen (0,9)1,1–1,2(1,3) mm lang und (0,8)0,9–1,3(1,4) mm breit, Höcker (= Warzen) der Samenoberfläche meist etwa so hoch wie breit, selten breiter als hoch, abgerundet, mit zerstreuten bis reichlichen (mikroskopischen) Papillen; Hundertkornmasse 47 ± 9 mg, dunkelrötlichbraun
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Ruderalstandorte
Äcker, Gärten, Weingärten, frische Ruderalfluren; stickstoffliebend, Nährstoffzeiger
Ökologie:
- Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
- Störungszeiger
Äcker, Gärten, Weingärten, frische Ruderalfluren; stickstoffliebend, Nährstoffzeiger
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–subalpin
Geologie/Boden:
Äcker, Gärten, Weingärten, frische Ruderalfluren; stickstoffliebend, Nährstoffzeiger
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 01- Januar
- 02 - Februar
- 03 - März
- 04 - April
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
- 11 - November
- 12 - Dezember
I–XII

