Kronenlose Vogel-Sternmiere

Stellaria apetala

Gattung (genus)

Artengruppe Vogel-Sternmiere / Stellaria media agg.

Gattung (genus)

Sternmiere / Stellaria

Familie (familia)

Nelkengewächse / Caryophyllaceae


Synonyme: Bleicher Hühnerdarm, Bleiche Sternmiere, Alsinula pallida, Stellaria media subsp. apetala, Stellaria pallida

Pflanze meist ± niederliegend, meist hellgrün (vor allem obere Laubblätter und Deckblätter); Stängelblätter (5)10–15 mm lang; obere Stängelblätter und Deckblätter eiförmig bis elliptisch; Blütenstand meist ± gedrungen, die untersten Internodien der Dichasien nicht auffallend ungleich lang; Blütenstiele der untersten Blüten (9)15–22(31) mm lang, nicht auffallend dünn, (0,16) 0,24–0,40(0,56) mm dick; Kelchblätter (2)3–4,5 mm lang, schmallanzettlich; Kronblätter fehlend oder (selten) winzig (nur ⅓× so lang wie die Kelchblätter); Staubblätter (1)2(3); Narben aufsteigend und zurückgeschlagen; Fruchtstiele 7–15 mm lang, 2–3(4)× so lang wie der Kelch; Fruchtkelch (3)4–5 mm lang; Samen (0,7)0,8–0,9 (1,0) mm lang und (0,5)0,6–0,9(1,2) mm breit, Höcker (= Warzen) der Samenoberfläche so breit wie hoch oder breiter, meist ± abgerundet, mit zerstreuten (mikroskopischen) Papillen, Hundertkornmasse 15 ± 3 mg, meist gelblichbraun. Höhe: 3–10(35) cm; Größe: 5–20 cm im Durchmesser. Therophyt. Blütezeit: (II)III–IV(V). Trockene, sandige Wiesen, Wegränder, lückige Kunstrasen, Ruderalstellen; collin; häufig bis zerstreut (bis unbeständig).

Verwechslungsmöglichkeit: Kranke, bleichblättrige Individuen von Gewöhnliche Vogel-Sternmiere / Stellaria media (s.str.).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

häufig bis zerstreut (bis unbeständig)

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 3–10(35) cm; Größe: 5–20 cm im Durchmesser.

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • selbstbestäubt (autogam)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenstand meist ± gedrungen, die untersten Internodien der Dichasien nicht auffallend ungleich lang

Blütenstiele der untersten Blüten (9)15–22(31) mm lang, nicht auffallend dünn, (0,16) 0,24–0,40(0,56) mm dick

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
  • Apex: Blütenblätter vorne ausgerandet (herzförmig, eingebuchtet, etc)
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")

Kronblätter fehlend oder (selten) winzig (nur ⅓× so lang wie die Kelchblätter)

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))

Narben aufsteigend und zurückgeschlagen

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Anzahl: 3 Staubblätter
  • Staubblätter frei
  • Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)

Staubblätter (1)2(3)

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt

Kelchblätter (2)3–4,5 mm lang, schmallanzettlich

Kronblätter fehlend oder (selten) winzig (nur ⅓× so lang wie die Kelchblätter)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Pflanze meist ± niederliegend, meist hellgrün (vor allem obere Laubblätter und Deckblätter)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Farbe: hellgrün
  • Grösse: sehr klein (nicht länger als 1 cm)
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch

Pflanze meist ± niederliegend, meist hellgrün (vor allem obere Laubblätter und Deckblätter)

Stängelblätter (5)10–15 mm lang; obere Stängelblätter und Deckblätter eiförmig bis elliptisch

Blattstiel:

Fruchtstand:

Blütenstand meist ± gedrungen, die untersten Internodien der Dichasien nicht auffallend ungleich lang

Fruchtstiele 7–15 mm lang, 2–3(4)× so lang wie der Kelch

Fruchtkelch (3)4–5 mm lang

Frucht:

Fruchtkelch (3)4–5 mm lang

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen (0,7)0,8–0,9 (1,0) mm lang und (0,5)0,6–0,9(1,2) mm breit, Höcker (= Warzen) der Samenoberfläche so breit wie hoch oder breiter, meist ± abgerundet, mit zerstreuten (mikroskopischen) Papillen, Hundertkornmasse 15 ± 3 mg, meist gelblichbraun

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Ruderalstandorte

Trockene, sandige Wiesen, Wegränder, lückige Kunstrasen, Ruderalstellen

Ökologie:

  • Störungszeiger

Trockene, sandige Wiesen, Wegränder, lückige Kunstrasen, Ruderalstellen

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Geologie/Boden:

  • Lockere Böden (kiesig, sandig)

Trockene, sandige Wiesen, Wegränder, lückige Kunstrasen, Ruderalstellen

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 02 - Februar
  • 03 - März
  • 04 - April
  • 05 - Mai

(II)III–IV(V)