

Heidelbeere
Vaccinium myrtillus
Gattung (genus)
Heidelbeere, Preiselbeere, Nebelbeere, Torfbeere / Vaccinium
Familie (familia)
Synonyme: Schwarzbeere, (deutschkärtnerisch:) „Schworzpa“, (vorarlbergisch, deutschländisch:)Blaubeere, (in Nordtirol und im Pinzgau:) Moosbeere, (oberöseterreichisch-Innviertel): „Hoawa“ (= Heidbeere), „Söppe“ und „Zebba“, (tirolerisch:) „Zwasper“; (deutschländisch:) Bickbeere, Taubeere & Waldbeere; (schweizerisch:) Heubeere
Pflanze kahl; Pflanze ohne fädliche, niederliegende Triebe. Stängel kräftig, aufrecht bis aufsteigend (sehr selten niederliegend), zumindest die jüngeren Äste scharfkantig, mehrere Jahre lang grün bleibend; Laubblatt sommergrün, krautig, unterseits nicht drüsig-punktiert, Rand nicht oder nur schwach umgerollt; Laubblattspreite eiförmig bis elliptisch, meist spitz, fein gesägt bis gezähnt, beiderseits frischgrün; Herbstfärbung: leuchtend rot; Blüten einzeln in den Achseln von Laubblättern. Blütenhülle 4–5-zählig; Krone 4–6 mm lang, kugelig-krugförmig, grünlich bis dunkelpurpurrot; Kronblatt höchstens bis zur Mitte geteilt, Kronzipfel nicht zurückgeschlagen; Kronzipfel meist sehr kurz; Staubfäden kahl; Frucht blauschwarz bis blau, meist ± bereift; Frucht ≈ 6–10 mm im Durchmesser, ± bereift, essbar, wohlschmeckend; Fruchtfleisch und Saft violett. Höhe: 15–50(80) cm. Chamaephyt(–Nanophanerophyt), Zwergstrauch, sommergrün; Höchstalter 30 Jahre. IV–VI(VIII). Bodensaure, ± frische Wälder, Zwergstrauchheiden, Moore; karbonatmeidend, schneeschutzbedürftig; submontan–unteralpin; Wildobst, Arzneipflanze (Frucht: „Myrtilli fructus“); Volksarzneipflanze (Laubblatt: „Myrtilli folium“).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)
- Phanerophyt (Bäume und Sträucher)
- Phanerophyt: Nanophanerophyt (Strauch)
Ch(–NPh), Zwergstrauch
Wuchsform:
- ausdauernd
- pollakanth (mehrmals blühend)
- verholzt
Stängel kräftig, aufrecht bis aufsteigend (sehr selten niederliegend);
Laubblatt sommergrün
Zwergstrauch, sommergrün
Höchstalter 30 Jahre
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 15–50(80) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
- tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
- selbstbestäubt (autogam)
Proterandrie
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Nur Einzelblüten
Blüten einzeln in den Achseln von Laubblättern
Blütenblätter:
- Anzahl: 4
- Anzahl: 5
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: grünlich
- Farbe: rot
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
Kronblatt höchstens bis zur Mitte geteilt
Kronzipfel nicht zurückgeschlagen
Blütenhülle 4–5-zählig
Krone 4–6 mm lang, krug- bis glockenförmig, Kronzipfel meist sehr kurz
Krone kugelig-krugförmig, grünlich bis dunkelpurpurrot
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
- Anzahl: 7, 8 oder 9 Staubblätter
- Staubblätter frei
Staubfäden kahl
Blütenkelch:
- Anzahl: 4 Kelchblätter
- Anzahl: 5 Kelchblätter
Beere mit Kelchresten
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- unterirdische Ausläufer (dünne, mit Niederblättern besetzte Sprossachsen)
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Stängel kräftig, aufrecht bis aufsteigend (sehr selten niederliegend)
Laubblatt sommergrün, krautig, unterseits nicht drüsig-punktiert, Rand nicht oder nur schwach umgerollt
Zumindest die jüngeren Äste scharfkantig, mehrere Jahre lang grün bleibend
Pflanze kahl
Herbstfärbung: leuchtend rot
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: gesägt
- Blattrand: gezähnt
- Blattstellung: Wechselständig
- Farbe: hellgrün
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Grösse: klein (1 bis 2 cm)
- Spreite eiförmig
- Spreite elliptisch
Laubblatt sommergrün, krautig, unterseits nicht drüsig-punktiert, Rand nicht oder nur schwach umgerollt
Pflanze kahl
Laubblattspreite eiförmig bis elliptisch, meist spitz, fein gesägt bis gezähnt, beiderseits frischgrün
Herbstfärbung: leuchtend rot
Volksarzneipflanze (Laubblatt: „Myrtilli folium“).
Phänologie:
Lichtkeimer
Frucht:
- Beere
- Farbe: blau oder schwarz
Frucht blauschwarz bis blau, meist ± bereift
Frucht ≈ 6–10 mm im Durchmesser, ± bereift, essbar, wohlschmeckend; Fruchtfleisch und Saft violett
Wildobst, Arzneipflanze (Frucht: „Myrtilli fructus“)
Samen:
- Frucht zwei- bis wenigsamig
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Lebensraum:
- Wälder und Forste
- Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
Bodensaure, ± frische Wälder, Zwergstrauchheiden, Moore; karbonatmeidend, schneeschutzbedürftig
Ökologie:
- Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)
Bodensaure, ± frische Wälder, Zwergstrauchheiden, Moore; karbonatmeidend, schneeschutzbedürftig
Höhenstufen:
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
submontan–unteralpin
Geologie/Boden:
- Säureliebend (=acidophil)
Bodensaure, ± frische Wälder, Zwergstrauchheiden, Moore; karbonatmeidend, schneeschutzbedürftig
Blütezeit:
- 04 - April
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
IV–VI(VIII)

