

Preiselbeere
Vaccinium vitis-idaea
Gattung (genus)
Heidelbeere, Preiselbeere, Nebelbeere, Torfbeere / Vaccinium
Familie (familia)
Synonyme: (steirisch, kärtnerisch, tirolerisch:) „Grante(n)“; (oberösterreichisch:) „Grantlbeer“, „Jagerbeer“; (salzburgerisch, oberösterreichisch:) „Granggen“; (oberösterreichisch/steirisch: Dachstein:) „Grestling“; (westliches Südtirol:) „Glaanen“; (deutschländisch:) Kronsbeere, Kranbeere; Rhodococcum vitis-idaea
Pflanze ohne fädliche, niederliegende Triebe. Stängel kräftig, aufrecht bis aufsteigend (sehr selten niederliegend); Junge Äste kurzhaarig; Laubblatt immergrün, ledrig, unterseits blassgrün und zerstreut drüsig punktiert, Rand meist deutlich umgerollt, Laubblattspreite meist schmal-verkehrt-eiförmig, ganzrandig bis schwach gekerbt oder gezähnelt, oberseits dunkelgrün, glänzend, unterseits hellgrün, nicht netzaderig; Trauben endständig, kopfig, (3)5–10(15)-blütig, meist ± nickend; Blüten schwach duftend [?]; Blütenhülle 4–5-zählig; Krone 4–6 mm lang, glockig, Kronblatt höchstens bis zur Mitte geteilt, Kronzipfel meist sehr kurz, nicht zurückgeschlagen; Staubfäden behaart. Frucht rot. Höhe: 10–20(30) cm. Chamaephyt, Zwergstrauch, immergrün. V–VI(VIII). Bodensaure, magere, trockene Nadel- (besonders Föhren-) Wälder, Magerweiden, Zwergstrauchheiden, Hoch- und Zwischenmoore; karbonatmeidend; (submontan–)montan–unteralpin; Frucht genießbar: Wildobst (gekocht als Kompott); Volksarzneipflanze.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 10–20(30) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
- tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend
- Infloreszenz wenigblütig
- Typ: Traube
Trauben endständig, kopfig, (3)5–10(15)-blütig, meist ± nickend
Blütenblätter:
- Anzahl: 4
- Anzahl: 5
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
Blütenhülle 4–5-zählig; Krone 4–6 mm lang, krug- bis glockenförmig, Kronzipfel meist sehr kurz
Krone glockig
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 7, 8 oder 9 Staubblätter
- Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
- Staubblätter frei
Staubfäden behaart
Blütenkelch:
- Anzahl: 4 Kelchblätter
- Anzahl: 5 Kelchblätter
Blütenhülle 4–5-zählig
Blütenduft:
Blütenduft: schwach [?]
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- unterirdische Ausläufer (dünne, mit Niederblättern besetzte Sprossachsen)
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- mit unterirdischen Ausläufern
- Pflanze behaart
- Pflanze kahl
- Pflanze immergrün oder wintergrün
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Stängel kräftig, aufrecht bis aufsteigend (sehr selten niederliegend)
Laubblatt immergrün, ledrig, unterseits blassgrün und zerstreut drüsig punktiert
Junge Äste kurzhaarig
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattrand: gekerbt
- Blattrand: gezähnt
- Blattstellung: Wechselständig
- Farbe: dunkelgrün
- Grösse: klein (1 bis 2 cm)
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Oberfläche: gefleckt (mit hellen oder dunklen Flecken) oder drüsig punktiert
- Querschnitt: Spreite umgerollt (nach unten)
- Spreite eiförmig
Laubblatt immergrün, ledrig, unterseits blassgrün und zerstreut drüsig punktiert, Rand meist deutlich umgerollt
Laubblattspreite meist schmal-verkehrt-eiförmig, ganzrandig bis schwach gekerbt oder gezähnelt, oberseits dunkelgrün, glänzend, unterseits hellgrün, nicht netzaderig
Phänologie:
Licht- und Kältekeimer
Lebensraum:
- Wälder und Forste
- Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
Bodensaure, magere, trockene Nadel- (besonders Föhren-) Wälder, Magerweiden, Zwergstrauchheiden, Hoch- und Zwischenmoore; karbonatmeidend
Ökologie:
- Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)
Bodensaure, magere, trockene Nadel- (besonders Föhren-) Wälder, Magerweiden, Zwergstrauchheiden, Hoch- und Zwischenmoore; karbonatmeidend
Höhenstufen:
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
(submontan–)montan–unteralpin
Geologie/Boden:
- Säureliebend (=acidophil)
Bodensaure, magere, trockene Nadel- (besonders Föhren-) Wälder, Magerweiden, Zwergstrauchheiden, Hoch- und Zwischenmoore; karbonatmeidend
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
V–VI(VIII)

