Valeriana officinalis s.lat.

Arznei-Baldrian


Synonym

Valeriana officinalis s.lat.

Gattung (genus)

Valeriana

Familie (familia)

Caprifoliaceae


Allgemeine Information

Alle LB gefiedert. — LB quirlig mchm zu dritt; BlüD, ± stark riechend; Kro rosa bis weiß. ArzPf (Rhizom, Auslf, Wu), Zau­berPf. – (V. officinalis agg. / AGr Echt-B.)      Arznei-B., Echter B., (vbg.:) „Katzakrutt“ / V. officinalis s. lat.[1


[1]Titz & Titz (1992a,b), Titz& al. (1983), Titz (1984), Buttler& al. (2008) in Kochia3: 82–84; vgl. Neilreichia7: 261–262; Gregor& al. (2016).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • Pflanze dreihäusig (und Sonderformen)

Blüten zwittrig, ± stark riechend

gynodiözisch - zwittrige und (funktionell) weibliche Pflanzen

Proterandrie (Vormännlichkeit)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Infloreszenz vielblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
  • Typ: Rispe/Schirmrispe
  • Infloreszenz dichtblütig
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone rosa bis weiß

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

drei verwachsene Fruchtblätter

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 3 Staubblätter
  • Staubblätter frei
  • Staminodien (oft in Form von Nektarblättern)

in den weiblichen Blüten Staminodien vorhanden

Blütenkelch:

Kelch zur Anthese eingerollt und unscheinbar, zur Fruchtreife als Haarpappus ausgebildet

Blütenduft:

Blüten ± stark riechend

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)
  • unterirdische Ausläufer (dünne, mit Niederblättern besetzte Sprossachsen)

Arzneipflanze (Rhizom, Ausläufer, Wurzel)

Zauberpflanze

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Stängel röhrig/hohl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • mit unterirdischen Ausläufern

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Quirlständig

Alle Laubblätter gefiedert. Laubblätter quirlig, manchmal zu dritt

Blattstiel:

Rosette:

Keimblätter:

  • Zwei Keimblätter (Zweikeimblättrige)

Frucht:

zur Fruchtreife mit Haarpappus

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über unterirdische Ausläufer

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)
  • Wasserverbreitung (Hydrochorie)

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August