




Blauer Wasser-Ehrenpreis
Veronica anagallis-aquatica
Gattung (genus)
Veronica anagallis-aquatica agg.
Gattung (genus)
Ehrenpreis, Blauweiderich / Veronica
Familie (familia)
Wegerichgewächse / Plantaginaceae
Synonyme: Ufer-Ehrenpreis, Gewöhnlicher Wasser-Ehrenpreis, Gauchheil-Ehrenpreis; „Veronica anagallis“
Pflanze meist höher als 40 cm; Stängel oft dick und hohl; unterste Stängelblätter und jene der vegetativen, grundständigen Seitensprosse meist kurz gestielt; Spreite der mittleren Laubblätter meist mindestens 3× so lang wie breit, (15)40–80(120) mm lang und (7)15–30(40) mm breit, unter der Mitte oft etwas verschmälert, am Grund wieder verbreitert, eilänglich bis länglich (-lanzettlich); mittlere und obere Laubblätter sitzend und ± stängelumfassend; Kelchblätter eilanzettlich (in oder unterhalb der Mitte am breitesten); Krone meist bläulich bis helllila. Griffel meist länger als 1,7 mm. Fruchtstiel aufrecht-abstehend und spitzenwärts deutlich aufwärts gekrümmt, 1–2× so lang wie sein Deckblatt. Frucht daher aufrecht. Höhe: (5)20–80(100) cm. Hemikryptophyt, Wasserpflanze. VI–X. Gräben, Bäche, Ufer, (besonders ± fließende Gewässer), auch Schottergrubentümpel; nährstoffreiche Verlandungsgesellschaften, Röhrichte, selten auch in wechselnassen Äckern; collin–untermontan; häufig. Wildgemüse. Sehr (modifikabel!) variabel: An früh trockenfallenden Stellen bleiben die Pflanzen klein und bilden schmale (linealische bis längliche) Laubblätter.
Anmerkung: Hybridisiert gelegentlich mit Wasser-Ehrenpreis / Veronica catenata.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
- Wasserpflanze
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Sehr (modifikabel!) variabel: An früh trockenfallenden Stellen bleiben die Pflanzen klein und bilden schmale (linealische bis längliche) Laubblätter
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Pflanze meist höher als 40 cm
Sehr (modifikabel!) variabel: An früh trockenfallenden Stellen bleiben die Pflanzen klein und bilden schmale (linealische bis längliche) Laubblätter
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- selbstbestäubt (autogam)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
Blütenblätter:
- Anzahl: 4
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: blau
- Farbe: violett
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone meist bläulich bis helllila
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
Griffel meist länger als 1,7 mm
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- Anzahl: 4 Kelchblätter
Kelchblätter eilanzettlich (in oder unterhalb der Mitte am breitesten)
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Stängel oft dick und hohl
Sehr (modifikabel!) variabel: An früh trockenfallenden Stellen bleiben die Pflanzen klein und bilden schmale (linealische bis längliche) Laubblätter
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattstellung: Gegenständig
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite eiförmig
- Spreite lanzettlich
Laubblattspreite meist länger als 3 cm, eilänglich bis länglich(-lanzettlich); mittlere und obere Laubblätter sitzend und ± stängelumfassend
unterste Stängelblätter und jene der vegetativen, grundständigen Seitensprosse meist kurz gestielt
Spreite der mittleren Laubblätter meist mindestens 3× so lang wie breit, (15)40–80(120) mm lang und (7)15–30(40) mm breit, unter der Mitte oft etwas verschmälert, am Grund wieder verbreitert
Wildgemüse
Sehr (modifikabel!) variabel: An früh trockenfallenden Stellen bleiben die Pflanzen klein und bilden schmale (linealische bis längliche) Laubblätter
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Spreitenbasis mit Öhrchen (stängelumfassendes oder halbstängelumfassendes Blatt)
mittlere und obere Laubblätter sitzend und ± stängelumfassend
unterste Stängelblätter und jene der vegetativen, grundständigen Seitensprosse meist kurz gestielt
Spreite der mittleren Laubblätter unter der Mitte oft etwas verschmälert, am Grund wieder verbreitert
Phänologie:
Lichtkeimer
Fruchtstand:
Fruchtstiel aufrecht-abstehend und spitzenwärts deutlich aufwärts gekrümmt, Frucht daher aufrecht
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Ufer und Röhrichte
- untergetaucht im oder auf dem Wasser
Gräben, Bäche, Ufer, (besonders ± fließende Gewässer), auch Schottergrubentümpel; nährstoffreiche Verlandungsgesellschaften, Röhrichte, selten auch in wechselnassen Äckern
Sehr (modifikabel!) variabel: An früh trockenfallenden Stellen bleiben die Pflanzen klein und bilden schmale (linealische bis längliche) Laubblätter
Ökologie:
- Wechselfeuchtezeiger
- Staunässezeiger/Vernässungszeiger
Gräben, Bäche, Ufer, (besonders ± fließende Ge¬wässer), auch Schottergrubentümpel; nährstoffreiche Verlandungsgesellschaften, Röhrichte, selten auch in wechselnassen Äckern
Zeigerwerte: 8 6 5 9 5 5
Sehr (modifikabel!) variabel: An früh trockenfallenden Stellen bleiben die Pflanzen klein und bilden schmale (linealische bis längliche) Laubblätter
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–untermontan
Geologie/Boden:
Gräben, Bäche, Ufer, (besonders ± fließende Gewässer), auch Schottergrubentümpel; nährstoffreiche Verlandungsgesellschaften, Röhrichte, selten auch in wechselnassen Äckern
Zeigerwerte: 8 6 5 9 5 5
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
- Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung außen am Tierkörper (Epizoochorie)
- Wasserverbreitung (Hydrochorie)
Epizoochorie: Wasservögel
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
VI–X




