Veronica peregrina var. peregrina

Art (species)

Fremd-Ehrenpreis / Veronica peregrina

Gattung (genus)

Ehrenpreis, Blauweiderich / Veronica

Familie (familia)

Wegerichgewächse / Plantaginaceae


Für das Burgenland ist bisher nur diese Varietät angegeben, siehe Veronica peregrina.

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Etabliert (seit dem 19. Jahrhundert)

Verbreitung:

Heimat: Gebirge in Mittelamerika und Südamerika

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Pflanze einjährig, ohne Rhizom und ohne Ausläufer; Hauptwurzel vorhanden

Pflanze meist aufrecht

 

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 5–20(30) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • selbstbestäubt (autogam)

Selbstbestäubung, auch kleistogam

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
  • Typ: Kopf/Köpfchen
  • Typ: Traube

Laubblätter und Deckblätter alle ungeteilt, ganzrandig oder gekerbt bis gesägt

Blüten- und Fruchtstiel 0,5–1,5(2) mm lang, höchstens halb so lang wie der Kelch, höchstens ⅓× so lang wie das Deckblatt

Laubblätter und Deckblätter mindestens 3× so lang wie breit, meist (fast) ganzrandig

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone kürzer als der Kelch

Krone weiß

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Griffel ca. 0,2 mm lang, höchstens 0,3 mm lang

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter

Blüten- und Fruchtstiel 0,5–1,5(2) mm lang, höchstens halb so lang wie der Kelch

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

Pflanze einjährig, ohne Rhizom und ohne Ausläufer; Hauptwurzel vorhanden

 

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze drüsig
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze einjährig, ohne Rhizom und ohne Ausläufer; Hauptwurzel vorhanden

Pflanze immer ohne drüsenlose Haare, meist völlig kahl (var. peregrina) Pflanze meist aufrecht

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Drüsenhaare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Spreite lanzettlich
  • Spreite spatelförmig

Laubblätter und Deckblätter alle ungeteilt, ganzrandig oder gekerbt bis gesägt

Laubblattspreite lanzettlich bis länglich-spatelig, 3–5× so lang wie breit, am Grund keilig verschmälert, fast ganzrandig oder seltener schwach unregelmäßig entfernt gesägt

Pflanze immer ohne drüsenlose Haare, meist völlig kahl (var. peregrina) Laubblätter und Deckblätter mindestens 3× so lang wie breit, meist (fast) ganzrandig

Blattstiel:

Laubblattspreite am Grund keilig verschmälert

Phänologie:

Lichtkeimer

Fruchtstand:

Blüten- und Fruchtstiel 0,5–1,5(2) mm lang, höchstens halb so lang wie der Kelch, höchstens ⅓× so lang wie das Deckblatt

 

Frucht:

Griffel 0,2–1 mm lang, die Kapselbucht nicht oder kaum überragend

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte
  • Ufer und Röhrichte

Trockengefallene Altwässer, wechselnasse Äcker, Gärten, Friedhöfe, Ruderalstellen, meist auf feuchten, nährstoffreichen Böden

Ökologie:

  • Wechselfeuchtezeiger

Trockengefallene Altwässer, wechselnasse Äcker, Gärten, Friedhöfe, Ruderalstellen, meist auf feuchten, nährstoffreichen Böden

Zeigerwerte: 8 7 - 8 8 6

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–untermontan

Geologie/Boden:

Trockengefallene Altwässer, wechselnasse Äcker, Gärten, Friedhöfe, Ruderalstellen, meist auf feuchten, nährstoffreichen Böden

Zeigerwerte: 8 7 - 8 8 6

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

(IV)V–VI(–X)