Gewöhnlicher Quendel-Ehrenpreis

Veronica serpyllifolia subsp. serpyllifolia

Art (species)

Quendel-Ehrenpreis / Veronica serpyllifolia

Gattung (genus)

Ehrenpreis, Blauweiderich / Veronica

Familie (familia)

Wegerichgewächse / Plantaginaceae


Im Burgenland kommt nur diese Unterart des Quendel-Ehrenpreis vor. Weitere Informationen siehe dort. 

Synonym: Veronica serpyllifolia subsp. serpyllifolia

Laubblattspreite länglich-elliptisch bis eiförmig (1,5–2,5× so lang wie breit), (8)10–25 mm lang; Traube ca. (15)25–40(60)-blütig, zur Anthese ca. 5–10 cm lang. Krone ca. 5–7 mm im Durchmesser, weiß bis blassblau (bläulich geädert). Höhe: 10–30(40) cm. (IV)V–VII. Feuchte, oft karbonatarme und schwach bodensaure Waldwege, Fettwiesen, feuchte Trittrasen, Ackerränder und Ruderalfluren, Friedhöfe; collin–montan; häufig, im Pannonikum selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

häufig, im Pannonikum selten

 

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • krautig

Pflanze ausdauernd

Stängel oberirdisch kriechend

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 10–30(40) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Traube

keine seitlichen Blütenstände (Trauben) vorhanden

Traube ca. (15)25–40(60)-blütig, zur Anthese ca. 5–10 cm lang

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: blau
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone weiß bis blassblau (bläulich geädert)

Krone ca 5–7 mm im Durchmesser

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Griffel 2–3 mm lang

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Rhizom (oft auch Ausläufer) oder holzige Stängel vorhanden; Hauptwurzel fehlend

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • mit oberirdischen Ausläufern (bzw. Kriech- oder Legtrieben)
  • Pflanze behaart
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze kriechend/dem Boden anliegend

Pflanze ausdauernd, Rhizom (oft auch Ausläufer) oder holzige Stängel vorhanden; Hauptwurzel fehlend

Stängel oberirdisch kriechend, auch unten dünn, krautig, grünlich

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Laubblätter alle gleich gestaltet

Laubblätter und Deckblätter alle ungeteilt, ganzrandig oder gekerbt bis gesägt

Laubblätter kürzer als 4 cm

Laubblatt kurz gestielt bis sitzend, fein gekerbt bis gesägt oder fast ganzrandig, locker kurzhaarig bis fast kahl

Laubblattspreite länglich-elliptisch bis eiförmig (1,5–2,5× so lang wie breit), (8)10–25 mm lang

Blattstiel:

Laubblatt kurz gestielt bis sitzend

Fruchtstand:

Fruchtstiel (3)4–5(6) mm lang

Frucht:

Frucht breiter als lang

Klappen der trockenen Frucht sich bei Befeuchtung öffnend

Frucht 3–4 mm lang, 4–5,5 mm breit

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen flach

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Feuchte, oft karbonatarme und schwach bodensaure Waldwege, Fettwiesen, feuchte Trittrasen, Ackerränder und Ruderalfluren, Friedhöfe

Ökologie:

Feuchte, oft karbonatarme und schwach bodensaure Waldwege, Fettwiesen, feuchte Trittrasen, Ackerränder und Ruderalfluren, Friedhöfe

Zeigerwerte: x x 3 5 5 5

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

Feuchte, oft karbonatarme und schwach bodensaure Waldwege, Fettwiesen, feuchte Trittrasen, Ackerränder und Ruderalfluren, Friedhöfe

Zeigerwerte: x x 3 5 5 5

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

(IV)V–VII