Gewöhnliche Vogel-Wicke

Vicia cracca s.str.


Gattung (genus)

Vicia cracca agg.

Gattung (genus)

Wicke / Vicia

Familie (familia)

Schmetterlingsblütler / Fabaceae


Synonyme: Vicia cracca subsp. vulgaris, Vicia cracca subsp. cracca

Stängel kahl oder anliegend behaart; Stängel kantig, schlaff, meist ± gebogen und länger als 30 cm;  Laubblätter mit 6–15 Fiederpaaren; Fiedern meist (1,5)2,5–5(8) mm breit, kahl od. unterseits anliegend kurzhaarig. Trauben 10–30-blütig, (samt Stiel) meist nur wenig länger als ihre Tragblätter; Blütenstiel 1–2 mm lang; Blüten meist (8)9–10(12) mm lang (bei Schattenformen nur 6–8 mm lang); untere seitliche Kelchzipfel 3-eckig-lanzettlich, ca. gleich lang wie die Kelchröhre; Krone purpurviolett (selten weiß). Platte der Fahne ca. so lang wie ihr Nagel; Fruchtträger kurz, auch zuletzt nicht aus dem Kelch hinausragend. Größe: (20)30–130(150) cm lang.  Hemikryptophyt. VI–VII. Fettwiesen, Gebüsche, Flussauen, Waldränder, Äcker; collin–montan (alpin?).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • Kletterpflanze (mit Ranken, Wurzeln, Haaren, Stacheln oder Seitenästen, sowie windende Pflanzen)

Stängel schlaff

Wuchshöhe:

Größe: (20)30–130(150) cm lang

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Schmetterlinge

Blütenstand:

  • Typ: Traube
  • Infloreszenz vielblütig
  • Infloreszenz dichtblütig

Trauben 10–30-blütig

Trauben (samt Stiel) meist nur wenig länger als ihre Tragblätter

Blütenstiel 1–2 mm lang

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Farbe: violett
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Schmetterlingsblüte

Platte der Fahne ca. so lang wie ihr Nagel

Fruchtträger kurz, auch zuletzt nicht aus dem Kelch hinausragend

Blüten meist (8)9–10(12) mm lang (bei Schattenformen nur 6–8 mm lang)

untere seitliche Kelchzipfel 3-eckig-lanzettlich, ca. gleich lang wie die Kelchröhre

Krone purpurviolett (selten weiß)

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter verwachsen
  • Fabaceae: zweibrüderig (neun der zehn Filamente zu einer Röhre verwachsen, das zehnte mehr oder weniger frei)

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt

Fruchtträger kurz, auch zuletzt nicht aus dem Kelch hinausragend

untere seitliche Kelchzipfel 3-eckig-lanzettlich, ca. gleich lang wie die Kelchröhre

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Stängel kahl od. anliegend behaart

Stängel kantig

Stängel schlaff, meist ± gebogen u. länger als 30 cm

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt, paarig (ohne Endblättchen)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Fiederblätter: viele (vier oder mehr) Fiederpaare
  • Fiederblätter: verzweigte oder unverzweigte Ranke anstelle des Endblättchens
  • mit Nebenblättern (und/oder Nebenblättchen)
  • mit Ranken

Fiedern meist (1,5)2,5–5(8) mm breit, kahl od. unterseits anliegend kurzhaarig

Laubblätter mit 6–15 Fiederpaaren

Frucht:

  • Hülse (hängend, sich mit zwei Klappen öffnend)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Auwälder

Fettwiesen, Gebüsche, Flussauen, Waldränder, Äcker

 

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Fettwiesen, Gebüsche, Flussauen, Waldränder, Äcker

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin–montan (alpin?)

 

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

VI–VII