Großfrucht-Spitzklette

Xanthium orientale

Gattung (genus)

Xanthium orientale agg.

Gattung (genus)

Spitzklette / Xanthium

Familie (familia)

Korbblütler / Asteraceae


Die Arten Xanthium saccharatum, Xanthium albinum, Xanthium ripicola, Xanthium saccha­ratum, Xanthium italicum und Xanthium orientale s. str. werden nach aktueller Lehrmeinung als Kleinarten des Xanthium orientale agg. oder aber als Unterarten von Xanthium orientale s latiss geführt.

Sie sind sehr variabel, miteinander nahe verwandt und einander sehr ähnlich (Wisskirchen&Haeup­ler 1998: 551). Zur Bestimmung sind reife Fruchtkörbe notwendig. Oft treten Pflanzen mit untypisch entwickelten Fruchtkörben auf, die man nicht zuverlässig bestimmen kann (cf. zB Lefnaer (2019: 80–81); der Artrang dieser Sippen ist daher strittig und wird molekulargenetisch nicht unterstützt (Tomasello 2018).

Synonyme: Xanthium macrocarpum, Xanthium orientale s. str.) Eigentliche Großfrucht-Spitzklette, Eigentliche Orient-Spitzklette 

Stängel ungezeichnet oder mit feinen, undeutlichen Punkten; Schnäbel deutlich (halbkreisförmig) einwärts gekrümmt (konvergierend); die meisten Hüllen­dornen von der Mitte an deutlich nach oben ge­bo­gen, locker stehend (Abstände zwischen den Dornen meist 2–3 mm), meist weniger als 100, alle an der Spitze hakig, dazwischen lockere Haare und reichlich Drüsenhaare. Höhe: 30–100 cm. Therophyt. VII–IX. Ruderal­gesellschaften, nährstoffreiche Sandböden; collin; sehr selten. Im Pannonikum. (Heimat: Karibik?; Hauptverbreitung in Europa: West- und Südwesteuropa, im Elsass etabliert) Giftpflanze.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Giftpflanze

Verbreitung:

Heimat: Karibik?

Hauptverbreitung in Europa: West- und Südwesteuropa, im Elsass etabliert

Gebiet:

Im Pannonikum

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 30–100 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Pflanze einhäusig

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Korb/ Körbchen
  • Typ: Kopf/Köpfchen

die meisten Hüllendornen von der Mitte an deutlich nach oben gebogen, locker stehend (Abstände zwischen den Dornen meist 2–3 mm), — meist weniger als 100, alle an der Spitze hakig, dazwischen lockere Haare und reichlich Drüsenhaare

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Farbe: gelb
  • Farbe: grünlich
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten unterständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter verwachsen

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: hellgrün

Blattstiel:

Fruchtstand:

Schnäbel deutlich (halbkreisförmig) einwärts gekrümmt (konvergierend); die meisten Hüllendornen von der Mitte an deutlich nach oben gebogen, locker stehend (Abstände zwischen den Dornen meist 2–3 mm), — meist weniger als 100, alle an der Spitze hakig, dazwischen lockere Haare und reichlich Drüsenhaare

Frucht:

  • Achäne /Karyopse
  • Oberfläche: dornig/stachelig
  • mit Fruchtschnabel

Schnäbel deutlich (halbkreisförmig) einwärts gekrümmt (konvergierend); die meisten Hüllendornen von der Mitte an deutlich nach oben gebogen, locker stehend (Abstände zwischen den Dornen meist 2–3 mm), — meist weniger als 100, alle an der Spitze hakig, dazwischen lockere Haare und reichlich Drüsenhaare

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Ruderalstandorte

Ruderalgesellschaften, nährstoffreiche Sandböden

Im Pannonikum

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
  • Störungszeiger

Ruderalgesellschaften, nährstoffreiche Sandböden

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Geologie/Boden:

  • Lockere Böden (kiesig, sandig)

Ruderalgesellschaften, nährstoffreiche Sandböden

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

VII–IX