Klette

Arctium

Familie (familia)

Korbblütler / Asteraceae


Die Gattung gehört zur Tribus Distelförmige / Cardueae (s.str.) innerhalb der Unterfamilie Zungen- und Röhrenkorbblütler / Cichorioideae. Sie umfasst rund 27 Arten weltweit und 5 Arten in Europa.

Gemeinsame Merkmale: Pflanze nicht distelartig; Stängel meist vielkörbig; Laubblätter zur Blütezeit voll entwickelt; Grundblätter und untere Stängelblätter lang gestielt, 20–40(50) cm lang, Spreite rundlich bis breiteiförmig, am Grund herzförmig, ganzrandig bis entfernt gezähnelt, nicht stachelig/dornig gezähnt; Stängelblätter wechselständig (selten alle Laubblätter grundständig); Korbboden ziemlich flach, dicht mit Spreuborsten besetzt; Körbe nur mit Röhrenblüten; Hülle kugelig bis halbkugelig, mehrreihig, ziegel­dachig; Hüllblätter zahlreich, länglich-lanzettlich bis pfriemlich; (zumindest die mittleren und äußeren) an der Spitze hakenförmig nach innen ge­krümmt (Körbe daher mit starker Klettwirkung); Krone meist purpurn (selten weißlich); Früchte rund 3× so lang wie breit, etwas abge­flacht, mit hinfälligem (kurzem) Haarpappus.

 

Anmerkungen:

  • Hybriden sind nicht selten!
  • Die Breite der Hülle ist stets an den größten Körben und samt der Hüllblätter zu messen.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
  • Ureinheimisch = indigen

Lebensform:

Wuchsform:

  • bienn (zweijährig)
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Mit Spreublättern/Spreuborsten
  • Typ: Korb/ Körbchen

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: violett
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Nur Röhrenblüten vorhanden

 

 

Blütensymmetrie:

Nur Röhrenblüten vorhanden

 

 

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten unterständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter verwachsen

Blütenkelch:

Pappus sehr kurz

 

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Pfahlwurzel

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze kahl
  • Seitentriebe anliegend/aufrecht
  • Seitentriebe abstehend/ ausladend
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gebuchtet
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattrand: wellig/kraus (dreidimensonal)
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch

Blattstiel:

Frucht:

Pappus sehr kurz

 

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Ruderalstandorte
  • Ufer und Röhrichte
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
  • Störungszeiger

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung außen am Tierkörper (Epizoochorie)

Epizoochorie: Spitzen der Hüllblätter mit Widerhaken

 

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober