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Artemisia

Familie (familia)

Korbblütler / Asteraceae


Die Gattung gehört zur Tribus Kamillenförmige / Anthemideae innerhalb der Unterfamilie Strahlenkorbblütler / Asteroideae. Sie umfasst rund 522 Arten weltweit und 55 Arten in Europa. Dazu kommen 3 häufig kultivierte Zierpflanzenarten.

Gemeinsame Merkmale: Laubblätter zur Blütezeit voll entwickelt, wechselständig, geteilt (meist fiederteilig, selten handförmig), nicht stachelig/dornig gezähnt; Korbboden ohne gut ausgebildete Spreublätter oder Spreuborsten (höchstens randlich etwas spreublättrig); Körbe 1–5(7) mm im Durchmesser, oft nickend, ohne Zungenblüten, ohne Klettwirkung; Hülle 2–3-reihig, ziegeldachig; Pappus fehlend oder sehr unscheinbar; Krone gelblich bis rötlich, die der randlichen Blüten manchmal fädlich und dann sehr unscheinbar.

 

Anmerkungen:

  • Die Merkmale der Laubblätter sind an gut ausgebildeten mittleren Stängelblättern zu ermitteln, sofern nicht ausdrücklich anderes angegeben.
  • Der Korb-Durchmesser ist an den jeweils größten Körben zur Anthese festzustellen.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Ureinheimisch = indigen
  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • bienn (zweijährig)
  • ausdauernd
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • krautig
  • verholzt

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Infloreszenz vielblütig
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Korb/ Körbchen
  • Typ: Rispe/Schirmrispe

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: grünlich
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Krone behaart oder am Rand bewimpert
  • reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten unterständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter verwachsen

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)
  • unterirdische Ausläufer (dünne, mit Niederblättern besetzte Sprossachsen)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Apex: Blattspreite mit kapuzenförmiger Spitze
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt, handförmig
  • Blattform: zusammengesetzt: zweifach (doppelt) oder mehrfach
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Grösse: sehr klein (nicht länger als 1 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)
  • Spreite linealisch

Blattstiel:

Rosette:

Frucht:

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Felsstandorte
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Halbtrockenrasen
  • Ruderalstandorte
  • Trockenrasen
  • Ufer und Röhrichte
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
  • Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant
  • Störungszeiger

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober
  • 11 - November