Stumpffrucht-Wasserstern

Callitriche cophocarpa

Gattung (genus)

Callitriche palustris agg.

Gattung (genus)

Wasserstern / Callitriche

Familie (familia)

Wegerichgewächse / Plantaginaceae


SynonymCallitriche polymorpha      

Pflanze meist oberhalb der Wasseroberfläche blühend, Unterwasser-Laubblätter manchmal an der Spitze ausgerandet, aber dann meist nicht verbreitert, Laubblatt höchstens 7 mm breit; Rosettenblätter schmal, rhombisch bis spatelig, in den Stiel verschmälert. ♂ und♀ Blüten meist auf getrennten Ästen;  Antheren mehr als 0,5 mm im Durchmesser, Pollenkörner nicht lang und gekrümmt, falls länglich, dann weniger als 2× so lang wie breit, Pollen gelblich, Pollenkörner deutlich skulpturiert, Pollenkörner kugelig bis ovoid, selten auch stumpf 3-eckig. Griffel zumindest an der Basis und in Blüte aufrecht abstehend, Frucht in Seitenansicht elliptisch bis rundlich, in der Mitte am breitesten, randlich ± gleichmäßig ringsum geflügelt oder gänzlich ungeflügelt bis kantig. Abgeflachte Seite der Frucht ca. so lang wie breit, randlich geflügelt bis gekielt; reife (!) Frucht ungeflügelt oder sehr schmal geflügelt, jedoch mit scharfen Kanten, 0,8–1,2 mm im Durchmesser; zumindest der unterste Teil der Griffel aufrecht. Größe: 10 - 70 cm lang. –kurzlebig. Wasserpflanze. V–IX(X). Stehende und langsam fließende, ± nährstoffreiche Gewässer, Gräben, Tümpel, Altwässer; collin–alpin; zerstreut.

Anmerkung: Unreife Früchte sind oft scheinbar geflügelt, weil die Fruchtkanten noch durchscheinend sind.

(Callitriche cophocarpa ist zwar eine der häufigsten Callitriche-Arten in Österreich, Bestimmungen sollten dennoch kritisch auf eine mögliche Verwechslung mit Callitriche obtusangula und Callitriche platycarpa geprüft werden.)

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Wasserpflanze

Pflanze meist oberhalb der Wasseroberfläche blühend

Wuchsform:

  • krautig
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • annuell

☉–kurzlebig. Wasserpflanze

Wuchshöhe:

  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Größe: 10 - 70 cm lang (Landmodifikanten niedrigwüchsig)

Blütenbiologie:

  • Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
  • Pflanze einhäusig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Pflanze meist oberhalb der Wasseroberfläche blühend

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Nur Einzelblüten

♂ und♀ Blüten meist auf getrennten Ästen

Blütenblätter:

  • Farbe: grünlich
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Fruchtknoten oberständig

Griffel zumindest an der Basis und in Blüte aufrecht abstehend

männliche Organe (Andrözeum):

Antheren mehr als 0,5 mm im Durchmesser, Pollenkörner nicht lang und gekrümmt, falls länglich, dann weniger als 2× so lang wie breit, Pollen gelblich, Pollenkörner deutlich skulpturiert, Pollenkörner kugelig bis ovoid, selten auch stumpf 3-eckig

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Flutend (unter Wasser) wachsend
  • Wuchs: Pflanze kriechend/dem Boden anliegend
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Blattstellung: Quirlständig
  • Grösse: sehr klein (nicht länger als 1 cm)
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite lanzettlich
  • Spreite linealisch
  • Spreite spatelförmig

Unterwasser-Laubblätter manchmal an der Spitze ausgerandet, aber dann meist nicht verbreitert, Laubblatt höchstens 7 mm breit; Rosettenblätter schmal, rhombisch bis spatelig, in den Stiel verschmälert.

Blattstiel:

Rosettenblätter schmal, rhombisch bis spatelig, in den Stiel verschmälert.

Frucht:

Frucht in Seitenansicht elliptisch bis rundlich, in der Mitte am breitesten, randlich ± gleichmäßig ringsum geflügelt oder gänzlich ungeflügelt bis kantig. Abgeflachte Seite der Frucht ca. so lang wie breit, randlich geflügelt bis gekielt; reife (!) Frucht ungeflügelt oder sehr schmal geflügelt, jedoch mit scharfen Kanten, 0,8–1,2 mm im Durchmesser; zumindest der unterste Teil der Griffel aufrecht.

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Ufer und Röhrichte
  • untergetaucht im oder auf dem Wasser
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Stehende und langsam fließende, ± nährstoffreiche Gewässer, Gräben, Tümpel, Altwässer

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
  • Wasserpflanze (Hydrophyt)
  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Stehende und langsam fließende, ± nährstoffreiche Gewässer, Gräben, Tümpel, Altwässer

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–alpin

Geologie/Boden:

Stehende und langsam fließende, ± nährstoffreiche Gewässer, Gräben, Tümpel, Altwässer

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

V–IX(X)