Pannonische Wiesen-Flockenblume
Centaurea jacea subsp. angustifolia
Art (species)
Wiesen-Flockenblume / Centaurea jacea s.lat.
Gattung (genus)
Flockenblume & Blauflockenblume & Benediktenkraut / Centaurea
Familie (familia)
Synonyme: Schmalblättrige Wiesen-Flockenblume, Schmalblättrige Flockenblume, Centaurea angustifolia nom. illeg., Centaurea pannonica, Jacea pannonica
Pflanze meist sparrig verzweigt, ± ausgebreitet, in der Jugend meist spinnwebig- bis flockig-filzig, graugrün, später oft ± verkahlend; Zweige in der Stängelmitte oder darunter, zu 30–55° abstehend, meist rutenförmig verlängert, vielblättrig; Laubblätter am Grund manchmal mit kurzen Spießecken; mittlere und untere Stängelblätter meist schmallanzettlich (im Osten Österreichs) bis linealisch (im Westen Österreichs), (2)4–16 mm breit; Hülle etwa 9–12(16) mm breit, kugelig bis (oft) ± walzlich, bräunlich; Hüllblattanhängsel 4–6 mm breit, nicht oder nur schwach gefranst, sondern ganzrandig bis eingerissen zerschlitzt; Krone (purpur-)rosa. Höhe: (40)60–120 cm. Blütezeit: VII–X. Halbtrockenrasen, auch salzige, Dämme, Säume, Ruderalstellen, Niedermoorwiesen; collin; im Süd-Burgenland häufig, sonst selten.
Anmerkung:
- Wahrscheinlich heterogen, verschiedene schmalblättrige Sippen umfassend. Im Nord-Burgenland anscheinend eine breite Übergangs(Hybrid-)Zone (?).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Gebiet:
im Süd-Burgenland häufig, sonst selten.
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Pflanze meist sparrig verzweigt, ± ausgebreitet, in der Jugend meist spinnwebig- bis flockig-filzig, graugrün, später oft ± verkahlend; Zweige in der Stängelmitte oder darunter, zu 30–55° abstehend, meist rutenförmig verlängert, vielblättrig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Höhe: (40)60–120 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz vielblütig
- Infloreszenz dichtblütig
- Typ: Korb/ Körbchen
Hülle etwa 9–12(16) mm breit, kugelig bis (oft) ± walzlich, bräunlich; Hüllblattanhängsel 4–6 mm breit, nicht oder nur schwach gefranst, sondern ganzrandig bis eingerissen zerschlitzt; Krone (purpur-)rosa
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone (purpur-)rosa
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubblätter verwachsen
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Seitentriebe abstehend/ ausladend
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Pflanze meist sparrig verzweigt, ± ausgebreitet, in der Jugend meist spinnwebig- bis flockig-filzig, graugrün, später oft ± verkahlend; Zweige in der Stängelmitte oder darunter, zu 30–55° abstehend, meist rutenförmig verlängert, vielblättrig
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Spreite linealisch
- Spreite lanzettlich
- Spreitengrund spießförmig
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
Pflanze in der Jugend meist spinnwebig- bis flockig-filzig, graugrün, später oft ± verkahlend; Zweige vielblättrig; Laubblätter am Grund manchmal mit kurzen Spießecken; mittlere und untere Stängelblätter meist schmallanzettlich (im Osten Österreichs) bis linealisch (im Westen Österreichs), (2)4–16 mm breit
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
Lebensraum:
- Halbtrockenrasen
- Ruderalstandorte
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
- Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
Halbtrockenrasen, auch salzige, Dämme, Säume, Ruderalstellen, Niedermoorwiesen; im Süd-Burgenland häufig, sonst selten.
Ökologie:
- Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant
- Staunässezeiger/Vernässungszeiger
Halbtrockenrasen, auch salzige, Dämme, Säume, Ruderalstellen, Niedermoorwiesen
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Geologie/Boden:
Halbtrockenrasen, auch salzige, Dämme, Säume, Ruderalstellen, Niedermoorwiesen
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
Blütezeit: VII–X