Wald-Bergminze

Clinopodium menthifolium


Gattung (genus)

Clinopodium menthifolium subagg.

Gattung (genus)

Clinopodium nepeta agg.

Gattung (genus)

Wirbeldost, Bergminze / Clinopodium

Familie (familia)

Lippenblütler / Lamiaceae


Synonyme: Echte Bergminze; Satureja calamintha [p. p.], Calamintha sylvatica, Calamintha menthifoliaCalamintha „officinalis“, Calamintha nepeta subsp. sylvatica, Clinopodium nepeta subsp. sylvaticum

Laubblatt grob gesägt; Stiel der Zyme (in der Mitte des Gesamtblütenstandes)samt dem Stiel der mittleren Blüten 10–20 mm lang; Krone 15–22 mm lang. Laubblatt 25–70 mm lang und 18–45 mm breit, mit jederseits 6–10 Zähnen; Kelch (samt Kelchzipfeln gemessen) 6–10 mm lang. untere Kelchzipfel 3–4 mm lang. Höhe: (30)40–60(80) cm. Hemikryptophyt. VII–IX. Wärmeliebende, lichte Laubwälder und besonders deren Säume; karbonatliebend; collin–montan; in Österreich selten bis sehr selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: (30)40–60(80) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Zyme meist weniger als 7-blütig

Blütenstiele ± aufrecht

Stiel der Zyme (in der Mitte des Gesamtblütenstandes) samt dem Stiel der mittleren Blüten 10–20 mm lang

 

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Krone behaart oder am Rand bewimpert

Krone purpurn

Krone 15–22 mm lang

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch behaart oder bewimpert
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt

Kelch meist (5)7–10 mm lang, die unteren Zipfel deutlich lang bewimpert, 2–4 mm lang und viel länger als die oberen

Kelchschlund mit nicht oder kaum herausragenden Haaren

Kelch (samt Kelchzipfeln gemessen) 6–10 mm lang, untere Kelchzipfel 3–4 mm lang

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze locker behaart

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)
  • Spreite eiförmig
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)

Pflanze locker behaart

Laubblatt grob gesägt

Laubblatt 25–70 mm lang und 18–45 mm breit, mit jederseits 6–10 Zähnen

 

Blattstiel:

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht zwei- bis wenigsamig

Lebensraum:

  • Wälder und Forste
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Wärmeliebende, lichte Laubwälder und besonders deren Säume; karbonatliebend

Ökologie:

  • wärmeliebend (thermophil)

Wärmeliebende, lichte Laubwälder und besonders deren Säume; karbonatliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Wärmeliebende, lichte Laubwälder und besonders deren Säume; karbonatliebend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

VII–IX