Gewöhnliche Blut-Fingerhirse
Digitaria sanguinalis subsp. sanguinalis
Art (species)
Blut-Fingerhirse / Digitaria sanguinalis
Gattung (genus)
Familie (familia)
Eine der beiden burgenländischen Unterarten von Digitaria sanguinalis (manchmal, so auch laut EF4, nur als Varietäten betrachtet) untergliedern. Weitere Informationen siehe dort.
Detailbeschreibung
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 20–40(80) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- windbestäubt (anemophil)
siehe Digitaria sanguinalis
Blütenstand:
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
- Spelzen = (meist) trockenhäutige Hochblätter im Ährchen vorhanden (Süß- und Sauergräser)
Die meisten Ährchen in Gruppen zu zweit an der Rhachis
obere (fertile) Deckspelze zur Reife ockerfarben, hell- bis graubraun, höchstens zur Hälfte von der oberen Hüllspelze verdeckt und daher immer deutlich sichtbar
Obere (fertile) Deckspelze auf den Nerven (zumindest Randnerven) mit 0,04–0,1 mm lang (Lupe: mindestens 20-fache Vergrößerung!), gegen die Spitze der Deckspelze gerichteten Börstchen rau (diese manchmal nur in der oberen Hälfte der Deckspelze ausgebildet), obere Hüllspelze ⅓–½× so lang (selten bei einigen Ährchen etwas länger) wie die (0,5–1 mm langen) Deckspelzen der fertilen Blüten
Ährchen 2,5–3,3 mm lang, breit(ei)lanzettlich (bis lanzettlich), meist 3× so lang wie breit, grün bis purpurn
untere Hüllspelzen meist ≈ 0,2 mm lang, breit-3-eckig
Deckspelze der unteren, sterilen Blüten (neben den Börstchen) am Rand und zwischen den Nerven mit weichen, anliegenden oder abstehenden Haaren (diese an der Frucht manchmal zu einem Haarkranz vereint) oder fast kahl
Blütenblätter:
- Farbe: grünlich
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: rot
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")
obere (fertile) Deckspelze zur Reife ockerfarben, hell- bis graubraun, höchstens zur Hälfte von der oberen Hüllspelze verdeckt und daher immer deutlich sichtbar
Obere (fertile) Deckspelze auf den Nerven (zumindest Randnerven) mit 0,04–0,1 mm lang (Lupe: mindestens 20-fache Vergrößerung!), gegen die Spitze der Deckspelze gerichteten Börstchen rau (diese manchmal nur in der oberen Hälfte der Deckspelze ausgebildet), obere Hüllspelze ⅓–½× so lang (selten bei einigen Ährchen etwas länger) wie die (0,5–1 mm langen) Deckspelzen der fertilen Blüten
Ährchen 2,5–3,3 mm lang, breit(ei)lanzettlich (bis lanzettlich), meist 3× so lang wie breit, grün bis purpurn
untere Hüllspelzen meist ≈ 0,2 mm lang, breit-3-eckig
Deckspelze der unteren, sterilen Blüten (neben den Börstchen) am Rand und zwischen den Nerven mit weichen, anliegenden oder abstehenden Haaren (diese an der Frucht manchmal zu einem Haarkranz vereint) oder fast kahl
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
siehe Digitaria sanguinalis
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 3 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Knoten deutlich erkennbar (Poaceae)
- Pflanze behaart
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
- Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- mit Blatthäutchen (Ligula)
- mit Blattscheide
- Nervatur parallel-/bogennervig
- Spreite lanzettlich
Stängelblätter eilanzettlich, oberseits auf der ganzen Fläche zerstreut abstehend behaart
Ligula 1–2 mm lang
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Frucht:
- Achäne /Karyopse
- Oberfläche: behaart
Deckspelze der unteren, sterilen Blüten (neben den Börstchen) am Rand und zwischen den Nerven mit weichen, anliegenden oder abstehenden Haaren (diese an der Frucht manchmal zu einem Haarkranz vereint) oder fast kahl
Ehedem als Getreidepflanze („Himmeltau“) kultiviert
Samen:
- Frucht einsamig
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Ruderalstandorte
Äcker (besonders Maisäcker), Weingärten, Ruderalflächen, Straßenränder, Bahnanlagen
Ehedem als Getreidepflanze („Himmeltau“) kultiviert
Ökologie:
- Störungszeiger
Äcker (besonders Maisäcker), Weingärten, Ruderalflächen, Straßenränder, Bahnanlagen
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
collin (häufig)–submontan (zerstreut)
Geologie/Boden:
Äcker (besonders Maisäcker), Weingärten, Ruderalflächen, Straßenränder, Bahnanlagen
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
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