

Unecht-Dalmatien-Schwingel
Festuca pseudodalmatica
Gattung (genus)
Familie (familia)
Diese Art gehört zur Artengruppe Festuca valesiaca agg. Nähere Informationen siehe dort.
Synonyme: Falscher Dalmatien-Furchen-Schwingel, Unechter Dalmatiner Furchen-Schwingel
Pflanze frisch graugrün oder glauk; Pflanze meist nur spärlich Blühtriebe entwickelnd; Laubblattspreite (0,45)0,50–0,65 mm im Durchmesser; Laubblattscheide kahl, zumeist violett überlaufen, Spreite oft schlaff überhängend, hellglauk („meergrün“), manchmal leicht bereift, Innenseite deutlich behaart; häufig seitliche Sklerenchymbündel ausgebildet, Sklerenchymbündel scharf begrenzt; Rispe (zumindest zur Anthese) länger ausgebreitet, locker mit langen Zweigen; Ährchen graugrün, (6,5)7–7,5(7,7) mm lang, glauk, oft bereift; Deckspelze meist auf der Fläche kahl, manchmal bewimpert; reife Früchte 2,4–2,8 mm lang. Höhe: 25–60 cm. Hemikryptophyt. V–VI. Lichte Trockenwälder; oft auf basischen Silikatgestein; collin; selten. Im Burgenland im Mittel-Burgenland (Hauptverbreitung: Ungarn, Slowakei).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Verbreitung:
Hauptverbreitung: Ungarn, Slowakei
Gebiet:
Im Burgenland im Mittelburgenland
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- Horstiger Wuchs
Pflanze frisch graugrün oder glauk
Pflanze meist nur spärliche Blühtriebe entwickelnd
Spreite oft schlaff überhängend, hell-glauk („meergrün“), manchmal leicht bereift
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 25–60 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- windbestäubt (anemophil)
Blütenstand:
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Typ: Rispe/Schirmrispe
- Spelzen = (meist) trockenhäutige Hochblätter im Ährchen vorhanden (Süß- und Sauergräser)
Rispe (zumindest zur Anthese) länger ausgebreitet
Pflanze meist nur spärliche Blühtriebe entwickelnd
Ährchen graugrün
Deckspelze meist auf der Fläche kahl, manchmal bewimpert
Pflanze oft nur spärlich blühend
Rispe locker mit langen Zweigen
Blütenblätter:
- reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
- Farbe: grünlich
- Farbe: blau
Ährchen graugrün
Deckspelze meist auf der Fläche kahl, manchmal bewimpert
Ährchen (6,5)7–7,5(7,7) mm lang
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 3 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Knoten deutlich erkennbar (Poaceae)
- Pflanze behaart
- Pflanze glauk/bereift
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Pflanze frisch graugrün oder glauk
Laubblattscheide kahl oder schütter und kurz behaart
Pflanze meist nur spärliche Blühtriebe entwickelnd
Laubblattscheide kahl, zumeist violett überlaufen
Spreite oft schlaff überhängend, hell-glauk („meergrün“), manchmal leicht bereift, Innenseite deutlich behaart
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Farbe: glauk (blaugrün)
- mit Blattscheide
- Nervatur parallel-/bogennervig
- Querschnitt: Spreite röhrig (hohl) oder eingerollt
- Spreite nadel-/borstenförmig/fädlich
Pflanze frisch graugrün oder glauk
Laubblattscheide kahl oder schütter und kurz behaart, häufig seitliche Sklerenchymbündel ausgebildet
Laubblattspreite (0,45)0,50–0,65 mm im Durchmesser
Laubblattscheide kahl, zumeist violett überlaufen, Spreite oft schlaff überhängend, hell-glauk („meergrün“), manchmal leicht bereift, Innenseite deutlich behaart
Sklerenchymbündel scharf begrenzt
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Wälder und Forste
Lichte Trockenwälder; oft auf basischen Silikatgestein
Ökologie:
- An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
- Lichtliebend (=heliophil)
Lichte Trockenwälder; oft auf basischen Silikatgestein
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Geologie/Boden:
- Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
Lichte Trockenwälder; oft auf basischen Silikatgestein
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
V–VI

