Gewöhnlicher Wiesen-Bärenklau

Heracleum sphondylium subsp. sphondylium

Art (species)

Wiesen-Bärenklau / Heracleum sphondylium

Gattung (genus)

Bärenklau / Heracleum

Familie (familia)

Doldenblütler / Apiaceae


Synonyme: Weiße Wiesen-Bärenklau; Heracleum sphondylium s. str.

Größere Stängelblätter5(–9)-zählig gefiedert. Doldenstrahlen und Blütenstiele weichhaarig; Randblüten mit stark strahlenden Kronblättern, diese 2–8 mm lang und bis zur Hälfte oder bis zum untersten Drittel eingeschnitten; geförderte Kronblätter 5–12 mm lang; Lobulum schmal-riemen­förmig, oft vorn verbreitert, 1–3-spitzig; Krone reinweiß, selten ± rötlich werdend;. Griffel 1,5–4 mm lang, 1,5–2,5× so lang wie der Griffelpolster; Fruchtknoten weichhaarig bis zottig. Höhe: 50–150 cm. Frische Fettwiesen, Gebüsche, Waldlichtungen, Waldschläge; collin–subalpin, sehr häufig.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

Wuchshöhe:

  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: 50–150 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz vielblütig
  • Typ: Doppeldolde
  • Mit Strahlblüten (randliche Blüten des Blütenstands vergrößert/auffällig)

Randblüten mit stark strahlenden Kronblättern

Doldenstrahlen u. Blütenstiele weichhaarig

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: rot
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig

Krone reinweiß, selten ± rötlich werdend

Randblüten mit stark strahlenden Kronblättern, diese 2–8 mm lang u. bis zur Hälfte oder bis zum untersten Drittel eingeschnitten

Lobulum 1/5–(gefördert:)½.

Geförderte Kronblätter 5–12 mm lang; Lobulum schmal-riemenförmig, oft vorn verbreitert, 1–3-spitzig

Blütensymmetrie:

Randblüten mit stark strahlenden Kronblättern

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten unterständig
  • Fruchtblätter verwachsen
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

Griffel 1,5–4 mm lang, 1,5–2,5× so lang wie der Griffelpolster

Fruchtknoten weichhaarig bis zottig

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • nicht vorhanden oder hinfällig
  • Kelch freiblättrig

Kelch meist undeutlich oder fehlend

Blütenduft:

siehe Heracleum sphondyleum

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

siehe Heracleum sphondyleum

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

siehe Heracleum sphondyleum

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • mit Blattscheide

siehe Heracleum sphondyleum

 

Blattstiel:

siehe Heracleum sphondyleum

Rosette:

Fruchtstand:

siehe Heracleum sphondyleum

Frucht:

  • Achäne /Karyopse
  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)

Doppelachäne

siehe Heracleum sphondyleum

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig

Teilfrucht einsamig

Lebensraum:

  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Frische Fettwiesen, Gebüsche, Waldlichtungen, Waldschläge

 

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–subalpin

 

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)
  • Wasserverbreitung (Hydrochorie)
  • Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung im Tierkörper durch Nahrungsaufnahme (Endozoochorie)

Endozoochorie?

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober
  • 11 - November

siehe Heracleum sphondyleum