Pyrenäen-Schaftmilchstern i.w.S

Loncomelos pyrenaicus s.lat.


Gattung (genus)

Schaftmilchstern / Loncomelos

Familie (familia)

Spargelgewächse / Asparagaceae


Synonyme: Ornithogalum sphae­rocarpum s. lat. 

Blüten auch nachts geöffnet; Perigonblätter sich während der Anthese nach oben (adaxial) einrollend, dadurch eine Längsrinne formend; alte (postanthetische) Perigonblätter locker um den Fruchtknoten angeordnet und einzeln gut erkennbar; Fruchtknoten während der Anthese hellgrün bis gelblich-grün; Griffel 3 mm lang. Höhe: 30–80(100) cm. Geophyt.

Im Burgenland kommt die Unterart Loncomelos pyrenaicus subsp. sphaerocarpusvor. Weitere Informationen siehe dort.

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 30–80(100) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blüten auch nachts geöffnet

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Traube

Blüten auch nachts geöffnet

Blütenblätter:

  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Perigonblätter sich während der Anthese nach oben (adaxial) einrollend, dadurch eine Längsrinne formend; alte (postanthetische) Perigonblätter locker um den Fruchtknoten angeordnet und einzeln gut erkennbar

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

alte (postanthetische) Perigonblätter locker um den Fruchtknoten angeordnet und einzeln gut erkennbar; Fruchtknoten während der Anthese hellgrün bis gelblich-grün; Griffel 3 mm lang

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Zwiebel

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Blüten auch nachts geöffnet

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite linealisch

Blattstiel:

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Fruchtstand:

alte (postanthetische) Perigonblätter locker um den Fruchtknoten angeordnet und einzeln gut erkennbar

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Auwälder
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Ruderalstandorte

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni