Schaftmilchstern

Loncomelos

Familie (familia)

Spargelgewächse / Asparagaceae


Die Gattung umfasst weltweit ca. 20 Arten, von denen ca. 10 in Europa heimisch sind.

Zwiebelblätter schuppenförmig, frei; ältere Wurzeln weißlich; Schaft 20–50 cm lang; Laubblatt ohne weißlichem Mittelstreifen, graugrün; Blütenstand verlängert-traubig;Traube 20–80-blütig; alle Blütenstiele ≈ gleich lang, länger als ihr Deckblatt, zur Fruchtreife der Blütenstandsachse aufrecht-anliegend oder aufwärtsgebogen; Perigon stern­förmig; Staubfäden alle stets ohne Zahn; Fruchtknoten ohne Längsleisten, Fruchtwand dünn, Spalten nur über den Scheidewänden; Samen unregelmäßig kantig.    

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Traube

Blütenstand verlängert-traubig; Traube 20–80-blütig; alle Blütenstiele ≈ gleich lang, länger als ihr Deckblatt, zur Fruchtreife der Blütenstandsachse aufrecht-anliegend oder aufwärts gebogen

Blütenblätter:

  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Perigon stern­förmig

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Fruchtknoten ohne Längsleisten, Fruchtwand dünn, Spalten nur über den Scheidewänden

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Staubfäden alle stets ohne Zahn

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Zwiebel

Zwiebelblätter schuppenförmig, frei; ältere Wurzeln weißlich

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Schaft 20–50 cm lang; Laubblatt graugrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Nervatur parallel-/bogennervig

Laubblatt ohne weißlichem Mittelstreifen, graugrün

Blattstiel:

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Fruchtstand:

Blütenstiele zur Fruchtreife der Blütenstandsachse aufrecht-anliegend oder aufwärts gebogen

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen unregelmäßig kantig

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Auwälder
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Ruderalstandorte
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli