Labkraut-Sommerwurz

Orobanche caryophyllacea


Gattung (genus)

Sommerwurz / Orobanche

Familie (familia)

Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae


Synonyme: Gewöhnliche Sommerwurz, Nelken-Sommerwurz; Orobanche vulgaris      

Stängel und Kelch nicht deutlich heller als die Krone; Blüten kräftig nach Gewürznelke duftend; Kelchhälften 10–17 mm lang, deutlich 3–6-nervig, stets (?) 2-spaltig; Krone mindestens 25 mm lang (meist deutlich länger), blass-gelblich-braun bis hellrötlich-bräunlich, von unten bis oben gleichmäßig gefärbt, mit undeutlicher Nervatur, mittlerer Ab­schnitt des Kronrückens gerade, innen nicht glänzend trüb-blutrot, Kronoberlippe mit zur Gänze (auch am Grund) hellen Drüsenhaaren, selten fast kahl; Staubfäden (0)1–2(2,5) mm über dem Grund der KroRöhre ansetzend; vom Grund bis zur Mitte drüsenlos behaart, oben drüsenhaarig; Narbe purpurn bis rotbraun, slt ocker bis gelb, Griffel drüsenhaarig. Höhe: 20–50 cm. (Kurzlebig–Ausdauernd. Geophyt. (V)VI–VII. Trockenrasen, Felsfluren; auf Rubiaceen: Galium, Asperula, ?Sherardia; collin–montan(–subalpin); zerstreut bis selten. 

Anmerkung: Im Gebiet kommen selten auch gelbnarbige Formen vor.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

(kurzlebig bis ausdauernd)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 20–50 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blüten stark duftend

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Farbe: rot
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone weder blau noch violett, höchstens bläulich geadert oder schwach rosa oder lilaüberlaufen

Krone innen nicht glänzend trüb-blutrot

Kronoberlippe mit zur Gänze (auch am Grund) hellen Drüsenhaaren, selten fast kahl

Krone mindestens 25 mm lang (meist deutlich länger), blass-gelblich braun bis hellrötlich-bräunlich, von unten bis oben gleichmäßig gefärbt, mit undeutlicher Nervatur, mittlerer Abschnitt des Kronrückens gerade

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Narbe nie weißlich oder farblos

Narbe purpurn bis rotbraun, selten ocker bis gelb

Griffel drüsenhaarig

Anmerkung: Im Gebiet kommen selten auch gelbnarbige Formen vor

 

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Staubfäden (0)1–2(2,5) mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend

Staubfäden vom Grund bis zur Mitte drüsenlos behaart, oben drüsenhaarig

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Stängel und Kelch nicht deutlich heller als die Krone

Kelchhälften 10–17 mm lang, deutlich 3–6-nervig, stets (?) 2-spaltig

Blütenduft:

  • mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)

Blütenduft: kräftig: Gewürznelke, manchmal + Sumach oder Spekulatius

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Haustorien

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)

Stängel und Kelch nicht deutlich heller als die Krone

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Spreite schuppenförmig

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht mehr- bis vielsamig

Lebensraum:

  • Felsstandorte
  • Trockenrasen

Trockenrasen, Felsfluren; auf Rubiaceen: Galium, Asperula, ?Sherardia

Ökologie:

  • Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)

Trockenrasen, Felsfluren; auf Rubiaceen: Galium, Asperula, ?Sherardia

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan(–subalpin)

 

Geologie/Boden:

  • Flachgründige Böden

Trockenrasen, Felsfluren; auf Rubiaceen: Galium, Asperula, ?Sherardia

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

(V)VI–VII