

Gelb-Sommerwurz
Orobanche lutea
Gattung (genus)
Familie (familia)
Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae
Synonyme: Luzernen-Sommerwurz; Orobanche rubens
Stängel meist braun (violettpurpurn überlaufen) und deutlich dunkler als die Krone; Krone 25–30 mm lang. Krone innen nicht glänzend trüb-blutrot; gelblich oder blass-rotbraun, manchmal violett überlaufen, sehr selten lila (f. lilacea); Kronoberlippe ausgerandet bis 2-lappig, mit zur Gänze (auch am Grund) hellen Drüsenhaaren, selten fast kahl; Kronröhre auf dem Rücken gerade, erst gegen den Saum zu abrupt winkelig abwärtsgebogen; Narbe gelb bis ockergelb, Staubfaden 2–7 mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend, zumindest unterhalb der Mitte reichlich mit drüsenlosen Haaren, oben drüsenhaarig, unten drüsenlos behaart; Griffel meist reichlich drüsenhaarig; Blüten kräftig nach Maiglöckchen und Zyklame duftend. Höhe: 30–50 cm. Zweijährig bis ausdauernd. Geophyt. (V)VI(VII). Trockenrasen, Gebüsche, Luzerneäcker; v. a. auf Medicago, seltener auf Melilotus, Trifolium, selten auf Lotus und Dorycnium; collin–montan; häufig bis selten (neben der Orobanche gracilis im Gebiet die häufigste Art).
Anmerkung: Selten ganze Pfllanze ± gelb (f. pallens; z.B. N: Mödlinger Eichkogel) oder purpurviolett mit meist weißer Narbe (f. lilacea; z.B. Thebner Kogel / Devinska kobyla).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Gebiet:
(neben der O. gracilis im Gebiet die häufigste Art).
Lebensform:
- Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 30–50 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
Stängel meist braun (violettpurpurn überlaufen) und deutlich dunkler als die Krone
Anmerkung: Selten ganze Pflanze ± gelb (f. pallens; zB N: Mödlinger Eichkogel) oder purpurviolett mit meist weißer Narbe (f. lilacea; zB Thebner Kogel / Devinska kobyla).
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: gelb
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: violett
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Farbe: rot
- Farbe: braun/schwärzlich
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone weder blau noch violett, höchstens bläulich geadert oder schwach rosa oder lilaüberlaufen
Krone innen nicht glänzend trüb-blutrot
Kronoberlippe mit zur Gänze (auch am Grund) hellen Drüsenhaaren, selten fast kahl
Kronröhre auf dem Rücken gerade, erst gegen den Saum zu abrupt winkelig abwärts-gebogen
Krone gelblich oder blass-rotbraun, manchmal violett überlaufen, sehr selten lila (f. lilacea)
Kronoberlippe ausgerandet bis 2-lappig
Stängel meist braun (violettpurpurn überlaufen) und deutlich dunkler als die Krone
Krone 25–30 mm lang, Kronrücken in der Mitte gerade
Anmerkung: Selten ganze Pflanze ± gelb (f. pallens; zB N: Mödlinger Eichkogel) oder purpurviolett mit meist weißer Narbe (f. lilacea; zB Thebner Kogel / Devinska kobyla)
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe kopfig oder sitzend
Narbe nie weißlich oder farblos
Narbe gelb bis ockergelb
Griffel meist reichlich drüsenhaarig
Anmerkung: Selten ganze Pflanze ± gelb (f. pallens; zB N: Mödlinger Eichkogel) oder purpurviolett mit meist weißer Narbe (f. lilacea; zB Thebner Kogel / Devinska kobyla).
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Staubfäden 2–7 mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend
Staubfäden zumindest unterhalb der Mitte reichlich mit drüsenlosen Haaren, oben kahl oder drüsenhaarig
Staubfäden oben drüsenhaarig, unten oft drüsenlos behaart
Blütenkelch:
- Anzahl: 4 Kelchblätter
- Kelch verwachsenblättrig
Blütenduft:
- mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)
Blütenduft: kräftig: Maiglöckchen+stark Zyklamen
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Haustorien
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Stängel meist braun (violett¬purpurn überlaufen) und deutlich dunkler als die Krone
(neben der O. gracilis im Gebiet die häufigste Art)
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite schuppenförmig
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Trockenrasen
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
Trockenrasen, Gebüsche, Luzerneäcker; v. a. auf Medicago, seltener auf Melilotus, Trifolium, selten auf Lotus u. Dorycnium
(neben der O. gracilis im Gebiet die häufigste Art)
Ökologie:
Trockenrasen, Gebüsche, Luzerneäcker; v. a. auf Medicago, seltener auf Melilotus, Trifolium, selten auf Lotus u. Dorycnium
(neben der O. gracilis im Gebiet die häufigste Art)
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–montan
Geologie/Boden:
Trockenrasen, Gebüsche, Luzerneäcker
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
(V)VI(VII)

