Skabiosen-Sommerwurz

Orobanche pancicii


Gattung (genus)

Sommerwurz / Orobanche

Familie (familia)

Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae


Synonyme: Pančić-Sommerwurz; Orobanche reticulata var. viscosa

Blüten 20–25(28) mm lang, stark duftend; Krone weder blau noch violett, höchstens bläulich geadert oder schwach rosa oder lilaüberlaufen, innen nicht glänzend trüb-blutrot; Kelch meist 2-teilig; Kronoberlippe mit zumindest an ihrem Grund dunklen (violetten bis purpurroten) Drüsenhaaren; Staubfäden 2–2,5 mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend, vom Grund bis zur Mitte behaart, darüber reichlich drüsen­haarig; Narbe nie weißlich oder farblos, kräftig gelb, oft purpurn eingefasst. Griffel reich drüsenhaarig;. Höhe: (15) 20–50 cm. Kurzlebig-ausdauernd. Geophyt. V–VII. Waldränder und -lich­tungen, Rasengesellschaften; auf Knautia, (?)Scabiosa (in Österreich?) und (?)Ligustrum; collin–subalpin, selten. Sonstige Verbreitung: Balkanhalbinsel.

Anmerkung: Diese Art, die in die Gruppe um Orobanche reticulata gehört, ist lange Zeit in Österreich ver­kannt worden, sie ist wohl weiter verbreitet.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Sonstige Verbreitung: Balkanhalbinsel

Anm.: Diese Art, die in die Gruppe um O. reticulata gehört, ist lange Zeit in Ö verkannt worden, sie ist wohl weiter verbreitet;PUSCH (2000), PUSCH & GÜNTHER (2009), SCHÖNSWETTER& al. (2011); PIEDNOËL& al. (2012), GRIEBL (2015b).

 

Gebiet:

Anm.: Diese Art, die in die Gruppe um O. reticulata gehört, ist lange Zeit in Ö verkannt worden, sie ist wohl weiter verbreitet; PUSCH (2000), PUSCH & GÜNTHER (2009), SCHÖNSWETTER& al. (2011); PIEDNOËL& al. (2012), GRIEBL (2015b).

 

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: (15) 20–50 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blüten mit starkem Duft

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Krone behaart oder am Rand bewimpert
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)

Blüten mit starkem Duft, 20–25(28) mm lang

Krone weder blau noch violett, höchstens bläulich geadert oder schwach rosa oder lilaüberlaufen

Krone innen nicht glänzend trüb-blutrot

Kronoberlippe mit zumindest an ihrem Grund dunklen (violetten bis purpurroten) Drüsenhaaren

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Narbe nie weißlich oder farblos

Narbe kräftig gelb, oft purpurn eingefasst

Griffel reich drüsenhaarig

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Staubfäden 2–2,5 mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend, vom Grund bis zur Mitte behaart, darüber reichlich drüsenhaarig

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Kelch meist 2-teilig

Blütenduft:

Blüten mit starkem Duft: Blütenduft: [?] {Vanillepudding?}

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Haustorien

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze drüsig
  • Pflanze kahl
  • Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Spreite schuppenförmig

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht mehr- bis vielsamig

Lebensraum:

  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Waldränder und -lichtungen, Rasengesellschaften; auf Knautia, (?)Scabiosa (in Ö?) und (?)Ligustrum

Ökologie:

  • Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)

Waldränder und -lichtungen, Rasengesellschaften; auf Knautia, (?)Scabiosa (in Ö?) und (?)Ligustrum

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–subalpin

Geologie/Boden:

Waldränder und -lichtungen, Rasengesellschaften; auf Knautia, (?)Scabiosa (in Ö?) und (?)Ligustrum

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

V–VII