

Klee-Sommerwurz
Orobanche minor
Gattung (genus)
Familie (familia)
Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae
Synonyme: Kleewürger, Kleeteufel
Ähre meist länger als der Stängel. Blütenstand locker; Krone gelblich oder ± purpurn; innen nicht glänzend trüb-blutrot; Kronoberlippe mit zur Gänze (auch am Grund) hellen Drüsenhaaren, selten fast kahl; Krone (10)12–15(17) mm lang, meist kürzer als 16 mm, gegen den Schlund zu nur wenig erweitert, Zipfel der Oberlippe vorwärts gerichtet, gelblich weiß, besonders auf der Oberlippe mit ± violetten Nerven, Drüsen-Haare der Kronaußenseite alle nur ≈ 0,3 mm lang; Staubfäden 2–3 mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend, oben (unter der Anthere) kahl oder fast kahl, nur ganz am Grund schwach drüsenlos behaart; . Narbe purpurrot bis rotbraun oder lila bis violett, Griffel kahl. Höhe: 10–50 cm. Einjährig–kurzlebig- ausdauernd. Geophyt. (V)VI(–VIII). Wiesen, Kleefelder; v. a. auf Trifolium, selten auf Medicago sativa, Onobrychis und anderen Fabaceen sowie in Oberösterreich auf Heracleum; bei Massenvorkommen auf Kulturpflanzen für die Landwirtschaft schädlich werdend; collin(–montan); zerstreut bis (im Pannonikum und den Südalpen:) sehr selten.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
bei Massenvorkommen auf Kulturpflanzen für die Landwirtschaft schädlich werdend
Wuchsform:
- annuell
- bienn (zweijährig)
- ausdauernd
- krautig
Ähre meist länger als der Stängel
Blütenstand locker
einjährig bis kurzlebig bis ausdauernd
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 10–50 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Infloreszenz lockerblütig
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
Ähre meist länger als der Stängel
Blütenstand locker
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Farbe: violett
Krone weder blau noch violett, höchstens bläulich geadert oder schwach rosa oder lilaüberlaufen
Krone innen nicht glänzend trüb-blutrot
Kronoberlippe mit zur Gänze (auch am Grund) hellen Drüsenhaaren, selten fast kahl
Krone gelblich weiß, besonders auf der Oberlippe mit ± violetten Nerven
Krone (10)12–15(17) mm lang, meist kürzer als 16 mm, gegen den Schlund zu nur wenig erweitert, Zipfel der Oberlippe vorwärts gerichtet; Krone gelblich oder ± purpurn; Drüsen-Haare der Kronaußenseite alle nur ≈ 0,3 mm lang
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe kopfig oder sitzend
Narbe nie weißlich oder farblos
Narbe purpurrot bis rotbraun oder lila bis violett
Griffel kahl
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Staubfäden 2–7 mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend
Staubfäden oben (unter der Anthere) kahl oder fast kahl
Staubfäden 2–3 mm über dem Grund der Kronröhre ansetzend
Staubfäden nur ganz am Grund schwach drüsenlos behaart
Blütenkelch:
- Anzahl: 4 Kelchblätter
- Kelch verwachsenblättrig
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Haustorien
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite schuppenförmig
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
Wiesen, Kleefelder; v. a. auf Trifolium, selten auf Medicago sativa, Onobrychis u. a. Fabaceen sowie in O auf Heracleum ; bei Massenvorkommen auf Kulturpflanzen für die Landwirtschaft schädlich werdend
zerstreut bis (im Pannonikum und den Südalpen:) sehr selten
Ökologie:
Wiesen, Kleefelder; v. a. auf Trifolium, selten auf Medicago sativa, Onobrychis u. a. Fabaceen sowie in O auf Heracleum ; bei Massenvorkommen auf Kulturpflanzen für die Landwirtschaft schädlich werdend
zerstreut bis (im Pannonikum und den Südalpen:) sehr selten
Höhenstufen:
collin(–montan)
Geologie/Boden:
Wiesen, Kleefelder
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
(V)VI(–VIII)

