Bauern-Rispenhirse

Panicum miliaceum subsp. agricola

Art (species)

Echt-Rispenhirse / Panicum miliaceum

Gattung (genus)

Rispenhirse / Panicum

Familie (familia)

Süßgräser / Poaceae


Eine von zwei bzw. drei burgenländischen Unterarten von Panicum miliaceum. Weitere Informationen siehe dort. 

Synonyme: Falsche Unkraut-Rispenhirse,„Falsche Unkraut-Hirse“

Frucht olivbraun bis schwärzlich, zur Reifezeit leicht ausfallend, restliches Ährchen (Hüllspelze) nicht abfallend. Maisäcker; zerstreut (?). (Sonstige Verbreitung: Slowakei, Mähren, Is­trien, Elsass, Bayern?, Ungarn?) (Erst in neuester Zeit entdeckte Sippe (Scholz & Mikolàš 1992); neu entstandener Abkömmling der Kultur-Rispenhirse?)

     

Detailbeschreibung
Details

Lebensform:

Th.

Wuchsform:

  • annuell

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: 30–100(150) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • windbestäubt (anemophil)
  • Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)

untere Blüten meist steril, selten ♂

Blütenstand:

  • Ährenrispe (bei Süßgräsern)
  • Spelzen = (meist) trockenhäutige Hochblätter im Ährchen vorhanden (Süß- und Sauergräser)
  • Typ: Rispe/Schirmrispe

Rispe nickend, Rispenzweige überhängend

Ährchen 4–5 mm lang

untere Hüllspelzen ⅔× so lang wie das Ährchen

Ährchenstiele 2–6 mm lang

Obere Hüllspelze und Deckspelze der unteren Blüten kahl

Ährchen in lockeren Rispen

Ährchen im Querschnitt rundlich oder vom Rücken her etwas zusammengedrückt, daher Hüllspelze am Rücken flach ge­wölbt, nicht gekielt

Hüllspelze (scheinbar) 3

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattstellung: Zweizeilig (distich)
  • mit Blatthäutchen (Ligula)
  • mit Blattscheide
  • Spreite linealisch
  • Spreite lanzettlich
  • Spreite nadel-/borstenförmig/fädlich

Laubblattspreite pfriemlich, linealisch, linealisch-lanzettlich oder borstenförmig (selten schmal-eilanzettlich), zumindest einige mindestens (8)10× so lang wie breit

statt des Ligula ein 1–2 mm langer Wimpernkranz

Laubblattscheiden (auch älterer Laubblätter) behaart (meist dicht mit 1–4 mm langen, auf Warzen sitzenden Haaren)

Frucht:

Frucht olivbraun bis schwärzlich, zur Reifezeit leicht ausfallend, restliches Ährchen (Hüllspelze) nicht abfallend

Frucht 2–2,3 mm breit

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen

Maisäcker

Ökologie:

  • wärmeliebend (thermophil)

Wärme­liebend

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

VII–IX