Schwarze Klein-Bibernelle

Pimpinella saxifraga subsp. nigra


Art (species)

Klein-Bibernelle / Pimpinella saxifraga s.lat.

Gattung (genus)

Bibernelle / Pimpinella

Familie (familia)

Doldenblütler / Apiaceae


Eine von zwei Unterarten von Pimpinella saxifraga. Nähere Informationen siehe dort.

Synonyme: Pimpinella nigra

Frische Wurzel auf der Schnittfläche sich oft ± stark blau verfärbend (meist nur die Rinde); Haare des unteren Stängelteiles und der unteren Laubblattstiele verlängert (0,3 mm lang) und geschlängelt, zottig abstehend; Grundblätter (4)5–6-paarig gefiedert, beiderseits dicht behaart. Doldenstrahlen 14–18/22(24). Höhe: 40–80 cm. Halbtrockenrasen, trocken-warme Wiesen, Böschungen, Ruderal­stellen; collin; Besonders im Pannonikum.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

Besonders im Pannonikum

Lebensform:

Wuchsform:

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 40–80 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
  • Infloreszenz vielblütig
  • Typ: Doppeldolde

Hülle und Hüllchen meist fehlend

Doldenstrahlen 14–18/22(24)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Krone behaart oder am Rand bewimpert

Krone außen behaart

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten unterständig
  • Fruchtblätter verwachsen
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig
  • nicht vorhanden oder hinfällig

Kelch undeutlich

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Speicherwurzel(n) – Rüben und Wurzelknollen

Rübe

 

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Frische Wurzel auf der Schnittfläche sich oft ± stark blau verfärbend (meist nur die Rinde)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt, unpaarig (mit Endblättchen)
  • Blattform: zusammengesetzt: zweifach (doppelt) oder mehrfach
  • Blattrand: gesägt
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Fiederblätter: viele (vier oder mehr) Fiederpaare
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
  • mit Blattscheide
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite lanzettlich
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart

Haare des unteren Stängelteiles u. der unteren Laubblattstiele verlängert (0,3 mm lang) u. geschlängelt, zottig abstehend

Grundblätter (4)5–6-paarig gefiedert, beiderseits dicht behaart

Blattstiel:

Rosette:

Frucht:

  • Achäne /Karyopse
  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)

Doppelachäne

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Teilfrucht einsamig

Lebensraum:

  • Halbtrockenrasen
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Ruderalstandorte

Halbtrockenrasen, trocken-warme Wiesen, Böschungen, Ruderalstellen

besonders im Pannonikum

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • Lichtliebend (=heliophil)
  • Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)

Halbtrockenrasen, trocken-warme Wiesen, Böschungen, Ruderalstellen; Besonders im Pannonikum

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Halbtrockenrasen, trocken-warme Wiesen, Böschungen, Ruderalstellen

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung außen am Tierkörper (Epizoochorie)

Streufrüchte

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September