Ungarn-Salbei
Salvia aethiopis
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonym: Woll-Salbei, „Silber(blatt)-Salbei“,(Türken-Salbei, Mohren-Salbei, Afrika-Salbei, „Äthiopischer Salbei“)
Staude (alle Stängel krautig bleibend); Pflanze (Gesamt-Blütenstand) stark allseitig verzweigt, im Umriss breit-pyramidal bis fast kugelig (Steppenroller!); Pflanze von Sternhaaren dicht weißwollig-filzig (Haare kraus); Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen, Laubblattspreite mit herzförmigem oder abgerundetem Grund, Laubblatt aromatisch (ähnlich Grapefruit), Laubblattspreite 10–30 cm lang und 5–20 cm breit, untere Laubblätter gestielt, fiederlappig; Deckblatt grün; Scheinquirle 4–6-blütig; Blüten sitzend; Kelchoberlippe 3-zipfelig, Kelchzipfel (stechend-)begrannt (Granne länger als 1 mm), der mittlere Zahn der Kelchoberlippe kürzer als die seitlichen; Krone weiß, 15–20 mm lang. Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt, unterer Konnektiv-Ast löffelförmig. Höhe: (30)50–120(160) cm. Á He, wintergrün. VI–VIII. Gestörte, lückige Trockenrasen, auch halbruderal; oft unbeständig; collin; sehr selten, jedoch auch als Zierpflanze kultiviert und oft angesalbt. Im Pannonikum. (Hauptverbreitung: Südosteuropa, Südwestasien).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
- Ureinheimisch = indigen
Im Pannonikum
oft unbeständig
jedoch auch als Zierpflanze kultiviert und oft angesalbt
Verbreitung:
Hauptverbreitung: Südosteuropa, Südwestasien
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Staude (alle Stängel krautig bleibend)
Pflanze (Gesamt-Blütenstand) stark allseitig verzweigt, im Umriss breit-pyramidal bis fast kugelig (Steppenroller!)
Kurzlebig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Höhe: (30)50–120(160) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
Scheinquirle 4–6-blütig
Blüten sitzend
Pflanze (Gesamt-Blütenstand) stark allseitig verzweigt, im Umriss breit-pyramidal bis fast kugelig (Steppenroller!)
Deckblatt grün
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone weiß, 15–20 mm lang
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
- Staubblätter frei
Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt
unterer Konnektiv-Ast löffelförmig
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Pflanze immergrün oder wintergrün
- Stängel kantig
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Staude (alle Stängel krautig bleibend)
Laubblatt aromatisch (ähnlich Grapefruit).
Pflanze von Sternhaaren dicht weißwollig-filzig (Haare kraus)
Pflanze (Gesamt-Blütenstand) stark allseitig verzweigt, im Umriss breit-pyramidal bis fast kugelig (Steppenroller!)
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: gekerbt
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
- Blattstellung: Gegenständig
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- Spreitengrund herzförmig
- Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)
Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen
Laubblattspreite mit herzförmigem oder abgerundetem Grund
Laubblatt aromatisch (ähnlich Grapefruit).
Pflanze von Sternhaaren dicht weißwollig-filzig (Haare kraus)
Laubblattspreite 10–30 cm lang und 5–20 cm breit, untere Laubblätter gestielt, fiederlappig
Frucht:
- Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
- Frucht zwei- bis wenigsamig
Lebensraum:
- Ruderalstandorte
- Trockenrasen
Gestörte, lückige Trockenrasen, auch halbruderal
oft unbeständig;
jedoch auch als Zierpflanze kultiviert und oft angesalbt
Im Pannonikum
Ökologie:
- wärmeliebend (thermophil)
Gestörte, lückige Trockenrasen, auch halbruderal; oft unbeständig
sehr selten, jedoch auch als Zierpflanze kultiviert und oft angesalbt
im Pannonikum
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
Pflanze (Gesamt-Blütenstand) stark allseitig verzweigt, im Umriss breit-pyramidal bis fast kugelig (Steppenroller!)
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
VI–VIII

