

Kleb-Salbei
Salvia glutinosa
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonyme: Klebriger Salbei, Gelber Salbei, „Flöhkraut“, „Flohkraut“; Glutinaria glutinosa
Staude (alle Stängel krautig bleibend); Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen, Laubblattspreite mit spießförmigem Grund; Kelchoberlippe ungeteilt; Krone 30–40 mm lang, hellgelb. Blütenstand klebrig-drüsenhaarig; Scheinquirl 2–6-blütig; Kelch klebrig (epizoochore Ausbreitung!), Kronunterlippe rotbraun gezeichnet; Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt, unterer Konnektiv-Ast löffelförmig; Höhe: (40)50–80(100) cm. Chamaephyt. VII–IX(X). Frische Edellaubwälder; karbonathold, basenhold; (collin–)montan; sehr häufig bis häufig.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)
Staude (alle Stängel krautig bleibend)
Ch
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: (40)50–80(100) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Infloreszenz lockerblütig
- Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
Scheinquirle 2–12-blütig
Blütenstand klebrig-drüsenhaarig; Scheinquirl 2–6-blütig
Blütenduft: Drüsenhaare: Lavendel+Eukalyptus, Minze oder Thymian
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Farbe: braun/schwärzlich
- Farbe: rot
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone 30–40 mm lang, hellgelb
Kronunterlippe rotbraun gezeichnet
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
- Staubblätter frei
Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt
unterer Konnektiv-Ast löffelförmig
Blütenkelch:
- Anzahl: 5 Kelchblätter
- Kelch verwachsenblättrig
Kelchoberlippe ungeteilt
Kelch klebrig (epizoochore Ausbreitung!)
Blütenduft:
Blütenduft: Drüsenhaare: Lavendel+Eukalyptus, Minze oder Thymian
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Staude (alle Stängel krautig bleibend)
Blütenstand klebrig-drüsenhaarig
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: gesägt
- Blattstellung: Gegenständig
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Spreitengrund spießförmig
Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen
Laubblattspreite mit spießförmigem Grund
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Frucht:
- Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
- Frucht zwei- bis wenigsamig
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
(collin–)montan
Geologie/Boden:
- Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
Frische Edellaubwälder; karbonathold, basenhold
Zeigerwerte: 4 5 4 6 7 7
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
- Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung außen am Tierkörper (Epizoochorie)
Kelch klebrig (epizoochore Ausbreitung!)
Blütezeit:
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
VII–IX(X)

