



Österreich-Salbei
Salvia austriaca
Gattung (genus)
Familie (familia)
Staude (alle Stängel krautig bleibend); Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen, Laubblattspreite mit herzförmigem oder abgerundetem Grund, Laubblatt oberseits kahl oder flaumig, unterseits ± dicht flaumig (Haare gerade); Grundständige Rosetten-Laubblätter dem Boden flach angepresst, fiederlappig, runzelig, gekerbt; Scheinquirle 2–12-blütig; Kelchzipfel nicht begrannt (Spitze höchstens 1 mm lang), die der Kelchoberlippe alle gleich lang; Kelchoberlippe 3-zipfelig; Krone 12–17 mm lang, cremeweiß, mit dunkelroten Drüsenhaaren. Staubblätter aus der Krone weit herausragend, spreizend, Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt, unterer Konnektiv-Ast löffelförmig. Höhe: (50)60–80(100) cm. Hemikryptophyt. V–VI. Weide-Trockenrasen; Nährstoffzeiger (?); collin. Im Pannonikum. Nord-Burgenland. (Pontisch-Pannonisch).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Wuchshöhe:
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: (50)60–80(100) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
Scheinquirle 2–12-blütig
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Farbe: rot
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone cremeweiß
Staubblätter aus der Krone weit herausragend, spreizend
Krone 12–17 mm lang, mit dunkelroten Drüsenhaaren
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
- Staubblätter frei
Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt
unterer Konnektiv-Ast löffelförmig
Staubblätter aus der Krone weit herausragend, spreizend
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Staude (alle Stängel krautig bleibend)
Laubblatt oberseits kahl oder flaumig, unterseits ± dicht flaumig (Haare gerade)
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
- Blattrand: gekerbt
- Blattrand: wellig/kraus (dreidimensonal)
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Blattstellung: Gegenständig
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Spreitengrund herzförmig
Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen
Laubblattspreite mit herzförmigem oder abgerundetem Grund
Laubblatt oberseits kahl oder flaumig, unterseits ± dicht flaumig (Haare gerade)
Grundständige Rosetten-Laubblätter dem Boden flach angepresst, fiederlappig, runzelig, gekerbt
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Rosette:
- Halbrosettenpflanze (Rosette und Stängelblätter vorhanden)
Grundständige Rosetten-Laubblätter dem Boden flach angepresst, fiederlappig, runzelig, gekerbt
Frucht:
- Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
- Frucht zwei- bis wenigsamig
Ökologie:
- Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
Weide-Trockenrasen; Nährstoffzeiger (?)
Im Pannonikum
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
V–VI



